Phytoöstrogene, wie sie in Soja vorkommen, wird eine endlos lange Liste an gesundheitlichen Vorteilen nachgesagt aber viele der Stoffe führen auch zu hormonellen Störungen (sie sind sogenannte endokrine Disruptoren) und können damit potentiell negative gesundheitliche Effekte haben.

Foto eines Soja Feldes

Soja – Photo von Dan Zen ( Attribution License )

Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe. „Phyto“, weil sie aus Pflanzen kommen und Östrogene, weil sie eine hormonelle Wirkung haben.

Ein Großteil dieses Artikels basiert auf einer Meta-Studie aus dem Jahr 2010, die hier veröffentlicht wurde 1

Basierend auf Daten aus 2009 sind 12% der verkauften Babymilch in den USA auf Soja-Basis, was bereits eine Reduktion um die Hälfte seit dem Jahr 1999 entspricht In Deutschland macht der gesamte Bereich der Säuglingsmilchnahrung (mit und ohne Soja) rund 217,48 Millionen Euro aus (2013)

Den aktuellsten Kommentar zu Kindernahrung auf Sojabasis (Säuglingsnahrung  bzw. Säuglingsanfangsnahrung) habe ich in einem Magazin des österreichischen Konsumentenschutz aus 2007 gefunden

Kindernahrung auf Sojabasis sollten Eltern aufgrund der derzeitigen Datenlage im ersten Lebensjahr vermeiden. (Univ. Prof. Dr. Kurt Widhalm, Leiter der Abteilung für Ernährungsmedizin)

Die Bevölkerung in Asian hat historisch gesehen niedrigere Raten von Herz-Kreislauf-Erkrankung, Wechseljahr-Symptome, Brustkrebs, Diabetes und Fettleibigkeit als westliche Populationen. Da Soja im asiatischen Raum eine größere Rolle, als bei uns spielt, hat sich dadurch der Glaube verstärkt, dass dies etwas mit der Gesundheit zu tun hat. Aber gibt es für diese Assoziation einen Beweis und welche Stoffe von Soja sind dann dafür verantwortlich?

Interessanterweise wird der Kontakt mit künstlichen Stoffen wie z.B. Pestizide (DDT), Schmierstoffe (PCB) und Plastifizierer (BPA – Bisphenol A), die hormonelle Störungen verursachen (wie dies eben auch die Phytoöstrogene machen) unter andern in Verbindung gebracht mit:

  • Verminderte Reproduktionsfähigkeit
  • Erhöhte Krebsraten
  • Fettleibigkeit (Adipositas)

Nichtsdestotrotz werden Phytoöstrogene (die die gleiche hormonelle Störwirkung wie die eben erwähnten künstlichen Stoffe haben) weiterhin nur mit den eingangs erwähnten positiven Eigenschaften in Verbindung gebracht.

Eine wachsende Zahl an Studien warnt jetzt, dass die gesundheitlichen Vorteile von Soja häufig überwertet wurden. Neuere Studien legen nahe, das Phytoöstrogene für bestimme Bevölkerungsgruppen wie Säuglinge und Ungeborene sogar ein erhöhtes Risiko darstellen.

Konsum, Stoffwechsel und die Aufnahme von gängigen Phytoöstrogene

Eine der Hauptklassen sind Lignane, welche Teil der pflanzlichen Zellwand sind und in vielen Ballaststoffreichen Nahrungsmitteln wie Beeren, Samen (besonders Leinsamen), Getreide, Nüsse und Früchte. Die meisten Phytoöstrogene sind aber Phenole Verbindungen, von denen die Isoflavone und die Coumestans (die ähnliche dem bekannten Kumarin sind) die am besten erforschten Stoffe sind.

 

Von den Isoflavonen wiederum sind Daidzein und Genistein die am besten charakterisierten Verbindungen und die meisten dieser Isoflavone nimmt der Mensch über Sojabasierende  Nahrung auf. Soja ist in mehr als 60% aller verarbeiteten Lebensmittel vorhanden. Soja Eiweiß (Protein) Isolat wird in Energieriegeln, Sportgetränken, Babynahrung, Müslis, „nachgebauten, veganen“ Milchprodukten, Eis und Käse verwendet.

Seit 1999 erlaubt die behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten (Food and Drug Administration – FDA) aus Sojalebensmittel eine gesundheitsbezogene Angabe (Health Claim), der aktuell etwas abgeschwächt wurde. 1999 wurde noch von echter Risko-Senkung gesprochen, aktuell heißt es nur mehr „möglicherweise“:

Eine Ernährung die wenig gesättigtes Fett und Cholesterin, aber dafür Sojaprotein enthält senkt möglicherweise das Risiko für Herzkrankheiten. (FDA 21CFR101.82 vom 1. April 2014)

Tabelle mit dem Isoflavon-Gehalt verschiedener Lebensmittel

Aus der Studie: Gehalt an Phytoöstrogenen einiger Lebensmittel

Besonders bemerkenswert ist, dass wir Menschen besondere Darmbakterien benötigen um Daidzein in Equol, eine bioverfügbare, vom Körper verwendbare, Form umzuwandeln. Es scheint so zu sein, das bestenfalls 30% bis 50% der Bevölkerung in der Lage dazu sind und hier vor allem Personen mit vegetarischem oder asiatischem Hintergrund.

Wie sich diese unterschiedlichen stoffwechselbedingten Erscheinungsbilder (metabole Phänotypen) auf die menschliche Gesundheit auswirken ist nur schwach erforscht.  Große Aufmerksamkeit hat seit kurzem die Erforschung der Wichtigkeit dieses Umwandlungsschrittes von Daidzein in Equol, weil Equol eine höhere östrogene Wirkung (Potenz) als Daidzein hat.

Die verschiedene Wirkungswege, u.a. hormonelle Störung

Manche Isoflavone, vor allem Genistein, beeinträchtigen Pfade des Zell-Wachstums und Vermehrung, was Auswirkungen auf viele Organsysteme hat. Genistein verhindert die Aktivität von PTKs (Protein Tyrosine Kinasen) in den unterschiedlichsten Geweben, so auch in Brustkrebszellen.

Störungen der Funktion von Tyrosinkinasen sind mitverursachend für Erkrankungen der Retina bei Diabetes mellitus, Arteriosklerose und vor allem spielen sie bei der Entstehung von Krebs eine Rolle Carsten Müller-Tidow u. a.: Tyrosinkinasen als Ziele neuer onkologischer Therapien: Aussichten und Probleme. Deutsches Ärzteblatt. 104, 2007 

In hohen Dosierungen von Genistein wird PTK auch im Gehirn unterdrückt, was als Neuroprotektiv ausgelegt wird, also die Neuronen im Hirn schützt.

Phyotoöstrogene sind oft gute Antioxidantien und Entzündungshemmende Stoffe; vor allem Genistein und Resveratrol sind in dieser Hinsicht leistungsstark.

Der am besten erforschte Wirkungsmodus der Phytoöstrogene ist die Bindung an Östrogen Rezeptoren (ER). Es gibt bei Menschen und allen Säugetieren zwei Untergruppen: ERα und ERβ (auch ESR1 und ESR2 genannt).

Phytoöstrogene, im Besonderen die Isoflavone, werden wegen dieser Wirkungsweise als hormonelle Störer (endokrine Disruptoren) klassifiziert, da sie „die Struktur und Funktion des Hormonsystems verändern und nachteilige Effekte auslösen“.

Folgende negative Effekte wurden im Tiermodel (meist Ratten bzw. Mäuse) nachgewiesen:

  • Unterbrechung der Milchbildung (Laktation)
  • Verschiebung des Auftretens der Pubertät
  • die Beeinflussung der Fähigkeit überlebensfähige und fruchtbare Nachkommen zu zeugen
  • Änderung oder Unterdrückung von geschlechtsspezifischen Merkmalen
  • Verfrühte reproduktive Alterung (Verschiebung der Menopause)
  • Gefährdung der Fruchtbarkeit

Die Tatsache dass die meisten Phytoöstrogene eher an ERβ als an ERα binden ist vermutlich wichtig, da die beiden Rezeptoren im Körper, im Gehirn und den Organen unterschiedlich verteilt sind. In Brusttumorzellen werden durch Aktivierung von ERβ eine Gruppe von Genen hochgeregelt, die den Zellzyklus steigern aber Ausbreitung unterdrücken, während ERα großteils das Gegenteil bewirkt. ERβ ist auch in Knochen, im Herzkreislaufsystem, in der Gebärmutter(Uterus), der Blase, der Prostata, der Lunge, den Eierstöcken, den Hoden und den Geschlechtszellen (Gameten bzw. Keimzellen) stark ausgeprägt.

Steroidhormone (wie auch Östrogen eines ist) können schnelle, nicht-genome Änderungen an der Zelloberfläche auslösen, die Auswirkungen auf neuronale Signale, Zelldifferenzierung und andere Zellprozesse haben. Anfangs mit Skepsis betrachtet, sind diese alternativen Mechanismen von Steroiden langsam anerkannte vermutete Wege, über die hormonelle Störer biologische Wirkungen auslösen können.

Phytoöstrogene können auch die steroide Biosynthese (Aufbau komplexer organischer Substanzen) manipulieren, wie z.B Testosteron aus dem im Blutplasma gelösten Sexualhormon-bindenden Globulin (SHBG) verdrängen.

Hinweise auf gesundheitliche Vorteile bei Menschen

Zahlreiche Beobachtungsstudien und auch klinische Studien haben den Zusammenhang von Konsum von Phytoöstrogenen und menschlichen Krankheiten untersucht, die Resultate sind aber bisher nicht eindeutig.

Manche Ernährungsversuche sind nur mit wenigen Versuchspersonen durchgeführt worden, und mehrere der viel-zitierten Studien sind von Soja-Produzenten finanziert worden und deshalb fragwürdig.

Wechselsjahrsymptome

Der erste gesundheitliche Vorteil der den Phytoöstrogenen nachgesagt wurde, war die Befreiung von auf die Gefäßnerven bezogenen Symptome um die Menopause herum, wie z.b Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche.

Leider sind nachweisbare Belege für eine solche Assoziation nur sehr schwach. Vor allem zeigen klinische Studien nur minimale Beschwerde-Erleichterung. Bei nahezu allen Studien gibt es einen sehr großen Placebo-Effekt, d.h. auch die Gruppe der Probanden, die kein Soja bekommen haben, haben plötzlich Verbesserung ihrer Beschwerden.

„In der Gruppe der nicht verschreibungspflichtigen Mitteln sind klinische Studienergebnisse ungenügend um die Wirksamkeit von Soja-Nahrung zu belegen oder widerlegen“

Knochenschwund (Osteoporose)

Bei Rattenversuchen haben Phytoöstrogene wie Coumestrol, Genistein, Daidzen, usw. einen knochenschonenden Effekt. Bei Affen, denen die Eierstöcke chirurgisch entfernt wurden haben Soja-Phytoöstrogene jedoch selbst nach 3 Jahren Einnahmezeit keine Wirkung gezeigt.

In einer Meta-Studie aus 2009, bei der nur randomisierte Studien an Menschen betrachtet wurden zeigte nur eine äußerst schwache Assoziation vom Konsum von Soja Isoflavonen und besserer Knochendichte. Die Autoren dieser Studie halten es deshalb für unwahrscheinlich, dass Soja-Isoflavone eine bedeutsame Reduzierung des Osteoporose-Risikos bewirken können.

Die Knochenschonenden Effekte sind vermutlich abhängig davon, wie gut der Körper Daidzein in Equol biokonvertieren kann. Equol Produktion kann zumindest teilweise die positiven Effekte von Isoflavonen bei Labortieren erklären. Während Ratten, Mäuse und Affen stetig hohe Spiegel von Equol produzieren können, ist nur etwa ein Drittel der menschlichen Bevölkerung dazu in der Lage.

Bis mindestens 2010 haben nur sehr weniger klinische Studien die Equol Produktion als wichtige Regelgröße betrachtet. Mindestens eine hat aber herausgefunden, dass der Konsum von Isoflavonen über ein Jahr, bei Frauen nach den Wechseljahren die Knochendichte nicht erhöht hat, selbst bei denen, die Equol produzieren konnten.

Herz Gefäß Gesundheit und die Verhinderung von Herzkrankheiten

Im Dezember 2007 hat die behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten (Food and Drug Administration – FDA) angekündigt die seit 1999 geltenden Bestimmungen zu gesundheitlichen Angaben in Zusammenhang mit Soja zu überdenken.

In der aktuellen Fassung vom April 2014 steht auch nur mehr etwas von der „Möglichkeit“ und nicht mehr von einer garantierten Wirkung, wie dies noch 1999 der Fall war:

Eine Ernährung die wenig gesättigtes Fett und Cholesterin, aber dafür Sojaprotein enthält senkt möglicherweise das Risiko für Herzkrankheiten. (FDA 21CFR101.82 vom 1. April 2014)

Auch die American Heart Association AHA, die Gesellschaft für Prävention und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen, hat im August 2005 gewarnt, dass frühere Forschung zu Soja Protein und den angeblichen positiven Effekten auf LDL Cholesterin und anderer Herz-Kreislauferkrankungs Risikofaktoren in den Studien der letzten 10 Jahre nicht bestätigt wurden.

Eine Durchsicht der aktuellen Tierversuchsdaten hat auch gezeigt, dass zwar geringe Vorteile beobachtet wurden, die Auswirkung von Soja Konsum aber kleiner ist, als man bisher gehofft hatte. Die (statistisch) signifikanten (bedeutsamen) Ergebenisse, wenn es um die Senkung von LDL Cholesterin geht sind meist äußerst klein (3% oder weniger) und treten auch nur bei Individuen mit sehr hohem Cholesterin auf, die einen erheblichen Teil ihres Konsum von tierischem Eiweiß durch Soja austauschen. Selbst die Entfernung von Isoflavonen aus dem konsumierten Soja mindern diesen LDL senkenden Effekt nicht, was nahelegt das Soja Protein selbst den Effekt auslöst und nicht etwa die Isoflavone.

Das LDL Cholesterin aber nicht der beste Marker ist, und das Thema Fett in der Nahrung komplex ist, habe ich bereits in einem anderen Artikel erklärt.

Mit der Zeit wurde aber immer offensichtlicher, dass auch LDL Cholesterin ein willkürlich gewähltes Konzept ist, dass ebenfalls eine zu starke Vereinfachung darstellt. Die Tatsache, dass  LDL und LDL Cholesterin nicht das Gleiche sind, verkompliziert die Sache noch weiter.

Brustkrebs

Je nachdem, wie eine Probe entnommen wurde, wieviel eigenes (endogenes) Östrogen im Körper vorhanden ist, in welchem Lebensstadium man sich befindet und welchen Tumortyp man hat kann das Phytoöstrogen Genistein sowohl Tumorwachstum fördern als auch verhindern.

Eine Meta-Analyse zeigte, dass nur für Frauen asiatischen Ursprunges ein höherer Soja-Konsum das Brustkrebsrisiko senkt. Dieser Effekt konnte für Frauen europäischen Ursprungs nicht nachgewiesen werden. Eine einzige dänische Studie hat gezeigt, dass Isoflavone im Blutplasma, insbesondere Genistein, mit einer Reduktion des Brustkrebsrisikos um ein Drittel einhergehen. Die meisten Studien zeigen aber keinen so eindeutig positiven Effekt.

Paradoxerweise hat eine andere Meta-Analyse von 18 Studien aus den Jahren 1978 bis 2004 einen schützenden Effekt bei Frauen vor der Menopause nur bei Europäerinnen aber nicht bei Asiatinnen gefunden.

Ernährungsinterventionen haben meist negative Resultate. Eine der größten Studien, bei denen die Ernährungsweise der Probanden geändert wurde hat bei einem Konsum von 50mg-100mg Isolfavonen über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren zu keiner Reduktionen der Brustdichte geführt, was ein Biomarker für Brustkrebs ist.

Phytoöstrogene haben vermutlich die größte negative Auswirkung, wenn Sie in der frühen Kindheit, noch vor der Pubertät, konsumiert werden

Phytoöstrogene haben vermutlich die größte negative Auswirkung, wenn Sie in der frühen Kindheit, noch vor der Pubertät, konsumiert werden. Auch wenn es nicht das Ziel der folgenden Studie war, diesen Zusammenhang aufzudecken, haben die Wissenschaftler aus Hawaii dies bewiesen. Ein hoher Soja-Konsum in jungen Jahren führte bei diesen 220 europäisch-stämmigen Frauen zu dichterem Brustgewebe (Risikofaktor für Brustkrebs). Im Unterschied dazu hat eine Studie an Chinesischen Frauen das genaue Gegenteil (Reduktion des Brustkrebsrisikos) gezeigt.

In neueren Tierversuchen zeigt sich das bei Neugeborenen eine Gabe von einer niedrigen Dosis (0,5mg/kg Körpergewicht) Genistein einen positiven Effekt hat, währen eine Gabe von einer hohen Dosis mit 5mg bis 50mg/kg die Entwicklung der Milchdrüsen hemmt, zu abnormaler Kanalformung in der Brust uvm. führt.

Dieser Zweiphasige Effekt von Genistein auf die Brustgewebe Entwicklung ist ein wichtiger Faktor bei der Risikobewertung. Auch eine Israelische Querschnitts-Studie aus dem Jahr 2008 mit 694 Mädchen zeigte ein erhöhtes Auftreten von Brustknoten bei zweijährigen Mädchen, wenn diese regelmäßig Säuglingsnahrung  auf Sojabasis bekommen hatten.

Menschliche Studien zeigen zwar generell einen kleinen Vorteil, wenn es um Sojakonsum geht, die Tierversuche zeigen aber durchweg in eine andere Richtung und auch die weiter oben zitierten Studien zeigen, dass Sojakonsum für Frauen nicht-asiatischer Abstammung eher negativ zu bewerten ist und besonders der Sojakonsum von neugeborenen Mädchen generell negative Konsequenzen aufweist.

„Besprechen Sie dies mit ihrem Arzt“ ist nicht sehr hilfreich, da ein Krankenhausarzt kaum einen wissenschaftlich fundierten Ratschlag geben kann.

Obwohl gerade beim Thema Brustkrebs Richtlinien wichtig wären, ist in den meisten nur die Aussage „besprechen Sie dies mit ihrem Arzt“ vorhanden. Das ist verständlicherweise nicht sehr hilfreich, da auch die Abgabe der Verantwortung an einen Krankenhausarzt nichts bringt, da dieser aufgrund der hier besprochenen Datenlage nur schwer einen wissenschaftlich fundierten Ratschlag geben kann.

Gesundheitliche Vorteile und Nachteile von Soja beim Menschen?

Ich habe mich entschlossen diesen Artikel ständig zu erweiteren und werde laufend den letzten Teil der Studie zusammenfassen, nämlich:

  • Aktuelle Studien/Datenlage zu:
    • Auswirkungen auf das Gehirn
    • Auswirkungen auf die Geschlechtsorgane
    • Zyklus der Frau
    • Verhaltensauffälligkeiten
    • Frühkindliche Entwicklung
    • Langzeitkonsequenzen aufgrund von Konsum von Kindernahrung auf Sojabasis
  • Tiermodell: Maus/Rattenstudien
    • Sexuelle Differenzierung des Gehirns
    • Abnorme Entwicklung der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane

Fazit

Ich will diesen Artikel nicht ohne das Fazit der Wissenschaftler enden lassen.

Während die potentiell positiven Eigenschaften überbewertet und bereitwillig erforscht wurden, so wurden die negativen Eigenschaften unterschätzt. Das genaue Gegenteil ist in der Erforschung von künstlichen hormonellen Störsubstanzen passiert, obwohl die eigentliche Wirkung auf den Organismus die gleiche ist.

Es wurden vermutlich nur deshalb bisher so wenige negative Eigenschaften entdeckt, weil es erstaunlicherweise kaum groß angelegte, umfassende Studien zu dieser Thematik gibt, vor allem wenn es um Männer geht.

Frauen die schwanger sind, stillen oder schwanger werden wollen sollten Soja, wenn überhaupt, nur mit Vorsicht zu sich nehmen und auch bedenken das Kindernahrung auf Sojabasis vermutlich kein gutes Nahrungsmittel für ein neugeborenes Kind sind.


Update 2015-03-13: Ich habe das Kapitel „Die verschiedene Wirkungswege, u.a. hormonelle Störung“ hinzugefügt

Update 2015-03-17: Ich habe das Kapitel „Gesundheitliche Vorteile“ und die ersten drei Krankheitsbilder darin hinzugefügt.

Update 2015-03-18: Das Kapitel zu „Brustkrebs“  und ein Hinweis zu einem anderen Blog-Artikel zum Thema LDL Cholesterin

 


  1. Die gesamte Studie als PDF Text findet man hier

The following two tabs change content below.

Leo Tulipan

Leo ist erst durch das Buch Good Calories, Bad Calories so richtig bewußt geworden, wie falsch die aktuellen Ernährungsempfehlungen sind. Dass er eine "gut formulierte" Low Carb Ernährung nun schon seit 2 Jahren erfolgreich umsetzen kann, verdankt er seiner Frau Julia sowie Dr. Phinney und Dr. Volek

Pin It on Pinterest

Shares