Mag. Julia Tulipan
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7 Gründe, warum Kalorienzählen nicht funktioniert (oder: warum wir immer dicker werden)

Was ist eigentlich eine Kalorie?

Bevor wir weiter machen, sollten wir zuerst einmal wissen, was eigentlich eine „Kalorie“ ist. Der Begriff KALORIE kommt aus der Physik und ist eine alte Maßeinheit für Energie. Eine Kalorie ist die Menge an Energie, die man benötigt um 1 g Wasser um 1 Grad Kelvin zu erwärmen. Üblicherweise sprechen wir immer von Kilokalorien. Die Vorsilbe „Kilo“ steht in der Physik immer für 1000. Also in unserem Beispiel ist dann die Menge an Energie gemeint um 1000 g Wasser um 1 Grad Kelvin zu erwärmen.

1.   Echtes Essen hat keine Kalorien-Angaben

Wie bestimmt man die Energiemenge in Lebensmitteln?

Ein Teelöffel Zucker auf einer PräzisionswaageDie Energiemenge in Lebensmitteln wird mit Hilfe eines speziellen Ofens bestimmt, dem Kalorimeter. Eine bestimmte Menge des zu untersuchenden Lebensmittels wird, unter genau kontrollierten Bedingungen verbrannt, und die dabei frei werdende Energie gemessen. Dies ist dann der Wert, der üblicherweise in Kilokalorien angegeben wird.

Kalorienangaben auf Lebensmitteln

Ich habe schon in mehreren Artikeln geschrieben, dass Nährwertangaben und Kalorienangaben auf Produkten sehr ungenau sind. Abgepackte und industriell hergestellte Lebensmittel haben Abweichungen von min. 10%. Je unverarbeiteter und natürlicher ein Lebensmittel umso ungenauer.

Echtes Essen hat keine Nähwertangaben: JEDES Naturprodukt ist anders, den Kaloriengehalt beeinflussen zahlreiche Faktoren wie Erntezeitpunkt, Lagerung, Zubereitungsart, etc.

Die Angabe von Nährwerten ist extrem ungenau und liefert keinen Mehrwert.

2. Nährstoffdichte, nicht Kaloriendichte zählt

Der fanatische Fokus auf Kalorien hat noch einen weiteren Nachteil. Lebensmittel werden auf ihren Kaloriengehalt reduziert, anstatt sie anhand ihrer Nährstoffdichte zu bewerten. Dadurch werden Lebensmittel, die extrem reich an Vitaminen und anderen lebensnotwendigen Mikronährstoffen sind, zu Unrecht abgestraft. Außerdem wird die Wirkung der Lebensmittel auf den Organismus vollkommen außer Acht gelassen.

Hier ein Beispiel, um zu verdeutlichen was ich meine:

Hier siehst Du zwei verschiedene Mahlzeiten. Kannst Du anhand der Kalorien und/ oder Makronährstoffzusammensetzung beurteilen, welche der beiden Mahlzeiten gesünder ist?

Mahlzeit Nummer 1: 932 kcal

mahlzeit01

Mahlzeit Nummer 2: 930 kcal

mahlzeit02

Beide Mahlzeiten sind von ihrem Kaloriengehalt sowie von ihrer Makronährstoffzusammensetzung im Grunde identisch. Aber wie Du gleich sehen wirst, sind sie bei weitem nicht gleichwertig.

Hier die Lösung

Mahlzeit Nummer 1:  2 große Eier, Brokkoli, Bio-Speck, Bio-Butter, Ofenkartoffel und Wasser

Mahlzeit Nummer 2: Big Mac, mittlere Pommes frites und Coke light

Nur weil zwei Mahlzeiten laut Tabelle die gleichen Kalorien haben, heißt das nicht, dass sie gleich gut für uns sind

3.     Der Mensch ist kein Ofen

Photo by JESHOOTS - http://pixabay.com/en/users/JESHOOTS

Das „Energiebalance-Model“ ist leicht verständlich. Nehme ich mehr Energie zu mir, als ich verbrauche, dann nehme ich zu. Dies gilt dann natürlich auch umgekehrt – um abzunehmen, muss ich nur weniger essen, als ich verbrauche. Die zweite Annahme in diesem Model ist, dass es möglich und sogar notwendig sei, die Energieaufnahme bewusst zu regulieren, um sie mit dem Energieverbrauch gegenzurechnen. Klingt logisch? Die Einfachheit ist bestechend, doch leider auf so vielen Ebenen falsch.

 „Wir sind keine Maschinen, sondern komplexe biologische Systeme“

Der menschliche Körper ist kein Kalorimeter, in den man einfach einen Brennstoff wirft und dieser Brennstoff, dann immer die gleiche definierte Menge an Energie liefert. Unser Organismus ist ein komplexes System aus Enzymen, Hormonen und Regelkreisläufen. Eine untergeordnete Rolle spielt wie viele Kalorien ein Nahrungsmittel hat, von wesentlich größerer Bedeutung ist wie unser Körper auf das jeweilige Nahrungsmittel reagiert[01]Massiera F,et al. A Western-like fat diet is sufficient to induce a gradual enhancement in fat mass over generations. J Lipid Res. 2010 Aug;51(8):2352-61. doi: 10.1194/jlr.M006866. Epub 2010 Apr 20..

Die Aufnahme von Kohlenhydraten provoziert eine andere hormonelle Antwort als die Aufnahme von Protein oder Fett.

 

4.   Du kannst nicht messen, was du zu dir nimmst und wie viel du verbrauchst

Wenn du Kalorien zählst heißt das, die Küchenwaage, ist dein ständiger Begleiter. Natürlich muss jeder Bissen akribisch abgewogen werden. Kleine Abweichungen von wenigen Gramm akkumulieren sich über Tage und Wochen zu großen „Fehlern“. Nur nach „Augenmaß“ zu gehen ist viel zu ungenau. Damit kann man  auch in Restaurants nicht essen – eine Kontrolle der verwendeten Zutaten ist praktisch nicht möglich. Und ob ein oder zwei Esslöffeln Öl verwendet wurde, ist nicht nachvollziehbar

Illusion der Präzision

Mag. Julia Tulipan: während meiner Grundumsatzmessung in Wien

ich während der Grundumsatzmessung im Labor

Die Vorstellung, wir bräuchten nur einfach alles in eine Tabelle eintragen, was wir so zu uns nehmen und dies würde uns dann das Abnehmen garantieren, ist verlockend – aber falsch. Sie ist falsch auf mehreren Ebenen.

Ist es möglich zu messen wie viel Energie ein Mensch aufnimmt und wie viel er verbraucht?

JA

Ist es außerhalb eines Laboratoriums möglich?

NEIN

Unter Laborbedingungen und mit großem technischem Aufwand, ist es möglich die Aufnahme und den Verbrauch von Energie genau zu messen. In der frei lebenden Bevölkerung ist das nicht möglich. Nährwertangaben liefern Information darüber, ob ein Lebensmittel Großteils aus Fett, Kohlenhydraten oder Protein zusammengesetzt ist, und diese Information ist für den Verbraucher nützlich. Weder Kalorienangaben, noch auf das Gramm genaue Makronährstoffangaben sind präzise Angaben. Die Ungenauigkeit liegt bei industriell verarbeiteten Lebensmitteln in etwa bei 10%, bei natürlichen unverarbeiteten Lebensmitteln eher bei 30-40% oder höher.

5.   Je weniger rein geht, umso weniger geht auch raus!

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Eine dauerhafte kalorische Unterversorgung veranlasst unseren Körper das Notfallprogramm zu starten. Natürlich waren wir im Laufe unserer Entstehungsgeschichte mit Hungerperioden konfrontiert. Eine entsprechende Anpassung ist daher überlebensnotwendig. Wird weniger Energie zugeführt, beginnen wir auch weniger Energie zu verbrauchen, der Grundumsatz muss also reduziert werden. Dazu hat der Körper mehrere Möglichkeiten.

 

So reagiert der Körper auf ein chronisches Energiedefizit[02] Effects of Semi-starvation on Behaviour and Physical Health. © Eating Disorders Network, South East Scotland. Version: June 2009

 

·        nimmt man weniger Energie zu sich, wird auch weniger Energie verbraucht

·        Verlangsamung aller Stoffwechselvorgänge

·        Absenken der Körpertemperatur

·        Absenken der Herzrate und Herzratenvariabilität

·        Hormonproduktion wird eingeschränkt

·        Muskelmasse wird abgebaut – Muskelmasse ist energetisch teures Gewebe

·        Kognitive Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt (das Gehirn alleine braucht 25% der Energie)

·        und auch Körperfett wird abgebaut – aber für welchen hohen Preis?!

 

 

6.   Eine Kalorie ist nicht einfach eine Kalorie

Wenn wir eines aus der Betrachtung komplexer biologischer System wissen, dann dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Es ist nicht nur so, dass nicht alle Kohlenhydrate, oder Fette oder Proteine die gleiche Wirkung im Köper haben, auch die Kombination der einzelnen Makronährstoffe beeinflussen die Reaktion des Körpers.

STUDIE

Hierzu einen Studie, die 2014 im Journal of Diabetes Complications veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten den Einfluss der Proteinqualität auf die Sättigung [03]Bayham, B.E. 2014. A randomized trial to manipulate the quality instead of quantity of dietary proteins to influence the markers of satiety. J Diabetes Complications.

 

Teilnehmer:

20 übergewichtige, aber sonst gesunde Personen

2 Gruppen:

Eier-Frühstück (hohe P-Qualität) vs. Getreideflocken (niedrige P-Qualität)

Der Kaloriengehalt und Makronährstoffverteilung war in beiden Gruppen ident.

Ergebnisse:

Eierfrühstück ist besser als das Frühstück mit Getreideflocken. In der Eiergruppe fanden die Forscher eine signifikante Wirkung auf die gefühlte Sättigung, sowie auf die Sättigungshormone Ghrelin und PPY.

 

Nährstoffkombination

Ich habe es in dem vorherigen Absatz schon kurz angesprochen. Auch die Kombination von verschiedenen Lebensmitteln hat einen großen Einfluss darauf, wie der Körper reagiert. Da wir selten nur eine Eiweißquelle oder nur eine Kohlenhydratquelle isoliert essen, sondern Mahlzeiten üblicherweise aus einer Kombination mehrerer Lebensmittel bestehen, ist dieser Umstand äußerst relevant[iv].

STUDIE

Einfluss der Makronährstoffkombination auf postprandiale Glucose, Insulin, Glucoseabhängige insulinotropische Polypeptide (GIP) und Glucagon-like peptide-1 (GLP) Antwort bei gesunden japanischen Männern.[04]

Kameyama N1, Maruyama C1, Matsui S2, Araki R2, Yamada Y3, Maruyama T4.

Effects of consumption of main and side dishes with white rice on postprandial glucose, insulin, glucose-dependent insulinotropic polypeptide and glucagon-like peptide-1 responses in healthy Japanese men.

Br J Nutr. 2014 May;111(9):1632-40. doi: 10.1017/S0007114513004194. Epub 2014 Feb 10.

 

Die Teilnehmer erhielten jeweils eine standardisierte Menge Reis. Dann gab es drei weitere Kombinationen.

1.      Reis + Protein

2.      Reis + Protein + Fett

3.      Reis + Protein + Fett + Gemüse

 

Ergebnisse

http://suppversity.blogspot.co.at/2014/02/veggies-rule-as-adjunct-to-your.html

Wir sehen, die Kombination von Reis mit Protein, Fett und Gemüse hat dramatische Auswirkung auf den Blutzuckeranstieg  und Insulinanstieg nach dem Essen, sowie auf GIP und GLP.

GIP und GLP haben positive Effekte auf Fettverbrennung.

Bildquelle: www.Suppversity.com

7.    Hungern und Kalorie-Aufnahme Einschränken sind nicht nachhaltig

Bewusstes “hungern” und Kalorienrestriktion sind keine nachhaltigen Strategien weder für Gewichtskontrolle noch führt es zu einer Verbesserung der allgemeinen Gesundheit.

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Das “Minnesota Starvation Experiment”

 

Im Schatten des zweiten Weltkriegs war nicht Übergewicht ein Problem sondern die von Hungersnöten gebeutelte europäische Bevölkerung. Um bessere Strategien für Hilfe in derartigen Ausnahmesituationen entwickeln zu können, wurde ein dramatisches Experiment durchgeführt.

 

Ein Jahr lang, von November 1944 bis Dezember 1945 sollten 36 junge, gesunde Männer in einem experimentellen Setting einer extremen Hungersituation ausgesetzt werden (1).

Mehr darüber liest du hier im Blog.

Diese Studie sagt uns folgendes über Diäten und Gewichtsverlust:

 

  1. Hunger ist extrem belastend. Sowohl psychisch als auch physisch.Akuter Hunger ist erträglich, chronischer Hunger ist es nicht. Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit, Sexualität und Körpertemperatur nehmen hab. Chronisches Hungern führt zu obsessiver Beschäftigung mit Essen und dies bleibt auch über die Hungerphase hinaus erhalten.
  2. So manch einer ist vermutlich schon über folgende Aussage gestolpert: Um ein halbes Kilogramm Fett zu verlieren muss man ein Defizit von 3500 Kcal erzeugen. Das Minnesota-Experiment zeigt, dass dasNICHT  Die anfängliche Kalorienaufnahme war 1640 kcal pro Tag. Wendet man die oben genannte Rechnung an und geht davon aus, dass die Energieaufnahme bei 1640 kcal über den gesamten Zeitraum von 24 Wochen aufrechterhalten wird, so hätte jeder Teilnehmer mindestens 38,3 kg alleine an Körperfett verlieren müssen zusätzlich zu Wasser und Muskelmasse. Der durchschnittliche Gewichtsverlust war jedoch weniger als die Hälfte dieses Schätzwertes – nämlich 16,7 kg.
  3. Je weniger man ist, um so größer muss das Defizit werden, wenn du weiter Gewicht verlieren Irgendwann wirst du aufhören, überhaupt Gewicht zu verlieren.
    Die Männer in diesem Experiment brauchten zu beginn der Studie ca. 3200 kcal um ihr Gewicht zu halten. In der „Hunger Periode“ des Experiments bekamen die Männer nur ca. 1600 – 1500 kcal, die Männer verloren Gewicht und darauf hin nahm natürlich auch ihr Energiebedarf ab, somit musste auch die Kalorienmenge entsprechend nach unten angepasst werden um das gewünschte Defizit zu erreichen
    Der Leiter der Studie, Ancel Keys – machte genau das. Er vertraute nicht blind auf die 3500 kcal-Defizit Formel sondern passte wöchentlich die Kalorienmenge für jeden Teilnehmer so an, um den gewünschten Gewichtsverlust von 25% erreichen zu können.
    Dies bedeutete, dass Keys für manche Männer die tägliche Kalorienaufnahme auf 1000 kcal limitieren musste.

    Trotz dieser Maßnahmen erreichten ALLE Teilnehmer ein Plateau etwa in Woche 20 und KEIN weiterer Gewichtsverlust war möglich!

     

  4. Der Körper wird ALLES in seiner Macht stehende tun um die Folgen von Hunger umzukehren.
    In den letzten beiden Monaten des Experiments hatten die Teilnehmer unbegrenzt Zugang zu Essen. Das Verhalten, das die Männer zeigten ist nicht wirklich überraschend. Fressattacken und konstantes „Überessen“ waren die Folge. Ein Mann schaffte sogar 11 500 kcal an einem Tag zu essen. Alle Teilnehmer aßen im Schnitt mehr und manche sogar doppelt so viel als sie zu Beginn des Experiments zu sich genommen haben und viele fühlten sich trotzdem immer noch hungrig. Alle Männer haben ihr Ausgangsgewicht wieder erreicht und dieses  im Schnitt sogar um 10% überschritten.

Fazit

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Dies ist kein Freibrief, jeden Blödsinn zu essen. Ganz im Gegenteil soll man nährstoffdichte echte unverarbeitete Lebensmittel essen.

Zusammengefasst möchte ich klarstellen: Ja, man nimmt zu, wenn man mehr Energie zu sich nimmt als man verbraucht. Allerdings ist es irrig zu glauben, dies bewusst regulieren zu können oder zu müssen.

Das genaue Zählen von Kalorien ist eine Fantasievorstellung und in einer natürlichen Umgebung (also außerhalb eines Labors) nicht möglich und für das Erreichen sowie für den Erhalt eines gesunden Körpergewichts auch vollkommen unnötig. Außerdem wird die Nahrungsmittelqualität und Unterschiede in der hormoneller Reaktion und den Stoffwechselwegen bei diesem Konzept vollkommen außer Acht gelassen.

So wie wir Körpertemperatur, pH-Wert und Blutdruck unbewusst regulieren und kontrollieren, besitzen wir auch einen Regulationsmechanismus für Hunger und Sättigung. Nicht zu viel Nahrung, sondern die FALSCHE Nahrung bringt dieses fein abgestimmte System durcheinander.

Kohlenhydrate in der Ernährung: Wieviel und Warum?

 

 

 

Referenzen   [ + ]

01.Massiera F,et al. A Western-like fat diet is sufficient to induce a gradual enhancement in fat mass over generations. J Lipid Res. 2010 Aug;51(8):2352-61. doi: 10.1194/jlr.M006866. Epub 2010 Apr 20.
02. Effects of Semi-starvation on Behaviour and Physical Health. © Eating Disorders Network, South East Scotland. Version: June 2009
03.Bayham, B.E. 2014. A randomized trial to manipulate the quality instead of quantity of dietary proteins to influence the markers of satiety. J Diabetes Complications.
04.

Kameyama N1, Maruyama C1, Matsui S2, Araki R2, Yamada Y3, Maruyama T4.

Effects of consumption of main and side dishes with white rice on postprandial glucose, insulin, glucose-dependent insulinotropic polypeptide and glucagon-like peptide-1 responses in healthy Japanese men.

Br J Nutr. 2014 May;111(9):1632-40. doi: 10.1017/S0007114513004194. Epub 2014 Feb 10.

Über den Autor Mag. Julia Tulipan

Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.) und schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft.

Warum abnehmen keine Frage des Charakters ist | Low Carb Blog says 30. Juni 2016

[…] Wie viel wir essen, sprich die Kalorienbilanz am Tag, ist gar nicht so ausschlaggebend wie uns immer eingetrichtert wurde. Es kommt viel mehr darauf an, WAS wir essen, ob das Essen eine hohe Energiedichte hat und wie unser Körper auf das Essen reagiert. Denn auf Kohlenhydrate reagiert der Körper anders als auf Eiweiss und Fett! Wenn du genaueres wissen willst, warum Kalorienzählen nichts bringt, empfehle ich dir diesen Artikel (klick!). […]

Mein Weg zu Paleo und Low Carb – So habe ich Depression, Kalorienzählen und Essstörungen besiegt | Julia Tulipan | Paleo Low Carb says 12. November 2015

[…] Strategie ist und es auch um mehr als nur Kalorien geht. Die Reaktion auf diese Artikel (hier und hier) war teilweise sehr heftig und ich verstehe nun, dass dies wohl ein sehr polarisierendes […]

Low Carb Mohnkuchen (ohne Zucker) | Julia Tulipan | Paleo Low Carb says 12. Oktober 2015

[…] gebe keine Nährwerte an, da Kalorien zählen nicht funktioniert. Wenn du in einer Diät/Umstellungs-Phase bist, in der du sehr auf die Anzahl der Kohlenhydrate […]

Leo Tulipan says 10. Oktober 2015

Studien zum Kalorien-Mythos

Hier noch eine kleine Leseliste.

1) Krafttraining und nicht Hungern ist der Schlüssel zum Erfolg:
Meta-Studie mit 66 + 162 betrachteten Studien und Beobachtungsgruppen
Ein aktueller Beitrag auf Suppversity http://suppversity.blogspot.co.at/2015/10/resistance-training-not-starving.html
What may be surprising, though is the fact that the available evidence indicates that the size and effectiveness of the caloric deficit „does not equate with the effectiveness for body compositional changes, or any biomarkers associated with metabolic issues“

2) Hier etwas aus dem Lancet aus dem Jahre 1956
http://www.paunchiness.com/wp-content/uploads/2010/12/Kekwick-Pawan-1956-Lancet.pdf
1 Seite letzter Satz: the compositon of the diet appeared to outweigh in importance the intake of calories
„nicht die Kalorien sondern die Art der Kalorien sind wichtig“

3) openheart Journal des British Medial Journals – Editorial aus August 2015
http://openheart.bmj.com/content/2/1/e000273.full
It is time to stop counting calories, and time instead to promote dietary changes that substantially and rapidly reduce cardiovascular morbidity and mortality

4) Cell Metabolism September 2015
http://www.cell.com/cell-metabolism/fulltext/S1550-4131(15)00350-2
Calorie for Calorie, Dietary Fat Restriction Results in More Body Fat Loss than Carbohydrate Restriction in People with Obesity
Die Einschränkung von Kohlenhydrat Kalorien führt zu mehr Körperfett-Verlust, als wenn ich Fett-Kalorien einschränke

5) PLOS November 2014
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0113605
Effects of Step-Wise Increases in Dietary Carbohydrate on Circulating Saturated Fatty Acids and Palmitoleic Acid in Adults with Metabolic Syndrome

je mehr Kohlenhydrate gegessen werden, desto mehr der „schlechten“ gesättigten Palmitin-Säure hatten die Probanden im Körper (Die Leber erzeugt aus den überschüssigen Kohlenhydraten, die nicht sofort verbraucht werden, Fett das im Blut in Form von Triglyzeriden im Körper verteilt und dann als Körperfett eingelagert wird)

6) International Journal of Obesity – Dezember 2014
Energy balance measurement: when something is not better than nothing
http://www.nature.com/ijo/journal/v39/n7/full/ijo2014199a.html
Die Wissenschaft hat ein großes Problem mit Studien, bei denen die Energie-Aufnahme von den Probanden selbst gemessen oder niedergeschrieben wird, weil es selten stimmt oder genau ist
(Kalorienzählen in der Wissenschaft ist zu ungenau)

7) Nutrition Journal Jänner 2015
Dietary Carbohydrate restriction as the first approach in diabetes management. Critical review and evidence base
http://www.nutritionjrnl.com/article/S0899-9007(14)00332-3/fulltext
Hier geht es mehr um Diabetiker (nicht unbedingt um Gewicht, aber Gewichtsverlust ist oft ein Nebeneffekt). Es geht auch hier um die Makronährstoffe. Weniger Kohlenhydrate, mehr Protein (oft)
During the epidemics of obesity and type 2 diabetes, caloric increases have been due almost entirely to increased carbohydrate

Ich hoffe das war Interessant für euch.

wulewuu says 10. Oktober 2015

Ich habe mich seit meinem 18. Lebensjahr, immerhin 50 Jahre her, kaum satt gegessen, weil ich zu denjenigen gehöre, welche gefühlt allein durch das Anschauen eines reich gedeckten Tisches zunehmen. Seit Anfang dieses Jahres, als ich meine Ernährung auf strikt kohlenhydratarm und fettreich umstellte, mich endlich regelmäßig satt aß, keine Kalorien mehr zählte, hatte ich in den ersten 3 Monaten an Gewicht zugenommen, jedoch gleichzeitig 15 cm an Bauchumfang verloren. Auch verschlankte sich mein Gesicht sichtlich und wandelte ich mich von einem immer schlappen zu einem immer noch dicken, jetzt aber fitten Menschen. Dies ganz ohne Sport oder Krafttraining.

Erst Monate später hatte ich wieder mein Ausgangsgewicht von 115 kg und begann erst nach fast 5 Monaten Gewicht zu verlieren, da war mein Bauchumfang schon um 20 cm geschrumpft. Wie lässt sich dies erklären? Ganz bestimmt nicht durch das Kalorienmodell. In der Tat funktioniert unser Körper nicht wie ein Ofen. Überhaupt verbrennt in einem Ofen alles, was man hineingibt und es bildet sich nicht ein großer Brennstoffvorrat im Ofen. Das Kalorienmodell ist gelinde gesagt absurd.

Mir hat das Buch „Leben ohne Brot“ von Dr. Wolfgang Lutz die Augen geöffnet und von meiner dummen Kalorienzählerei und Fettphobie abgebracht. Das Modell „weniger Kalorien rein und mehr Kalorien raus = Abnehmen“ funktioniert eben nicht, wenn man zu denjenigen gehört, die eine hohe Insulinresistenz und zu hohen Insulin-Blutspiegel, Fettleibigkeit und Diabetes entwickelt haben, wenn man weiterhin die kohlenhydratreiche, fettarme „gesunde Mischkost“ nach der deutschen Gesellschaft für Ernährung zu sich nimmt.

    Leo Tulipan says 10. Oktober 2015

    Danke, ja das Buch „Leben ohne Brot“ war vor allem in Dr. Lutz Heimat in Österreich bekannt. Auch Verwandschaft von mir (Diabetiker) kennen das Buch von früher. Zitat „Das ist ja nichts neues, das hat Dr Lutz schon vor 20 Jahren erzählt“ … und dann wird wieder Brot gegessen?
    Nach dem Tod von Dr. Lutz ist leider niemand geblieben, der diese Botschaft in Österreich und Deuschland weiter verbreitet.

Sven says 8. Oktober 2015

Ich habe mit Kalorienzählen seit Mai bis jetzt 37 kg abgenommen. Dabei achte ich auf ausreichend Eiweiß und Ballaststoffe und komme so auf ca 1000 kcal pro Tag. Ich esse dabei hauptsächlich Huhn, ballaststoffreiches Gemüse und Ballaststoffbrot. Vitamine und Mineralien nehme ich in Tablettenform zu mir.
Ich lasse regelmäßig Bluttest durch meine Hausärztin durchführen, um Mangelversorgungen rechtzeitig begegnen zu können.
Zu suggerieren, dass Kalorienzählen nicht funktionieren kann, weil es Abweichungen gibt, ist wirklich abenteuerlich, denn das Defizit muss nur größer sein, als der Ausgleich durch mögliche Abweichungen. Und ja, da Fett auch Kalorien verbraucht und der Körper, wenn er leichter ist, nicht mehr so viel leisten muss, geht der Kalorienverbrauch zurück, was bei Menschen, die mit einem niedrigen Defizit abnehmen, Anpassungen erfordert.
Dieses Argument dient hier offensichtlich nur dazu, die eigene Ernährungsideologie zu untermauern.
Menschen einreden zu wollen, man müsse nur das „Richtige“ essen, ist genau so falsch wie zu sagen, mit bestimmten Pillen nimmt man ab.
Mir ist bewusst, dass ich mein ganzes Leben Kalorien zählen werden muss, aber das ist mir lieber, als wieder 150 kg zu wiegen oder auf die bösen verarbeiteten Lebensmittel zu verzichten und Heilsversprechen jedweder Art zu glauben.
Da Sie hier vorgeben, wissenschaftlich zu arbeiten, lesen SIe doch mal „Fettlogik überwinden“ und setzen Sie sich mit den dort vorgebrachten Argumenten auseinander.

Ein paar Worte zum Minnesota Starvation Experiment, die Daten habe ich der Einfachheit halber aus Wikipedia entnommen, Sie können mich gerne korrigieren.
– „Das mittlere Alter der Teilnehmer betrug 25,5 Jahre, ihr durchschnittliches Gewicht betrug 152,7 Pfund (76,35 kg) und ihre durchschnittliche Größe 5 feet 10 inches (1,78 m)“

Sie schreiben unter 2.
„So manch einer ist vermutlich schon über folgende Aussage gestolpert: Um ein halbes Kilogramm Fett zu verlieren muss man ein Defizit von 3500 Kcal erzeugen. Das Minnesota-Experiment zeigt, dass dasNICHT Die anfängliche Kalorienaufnahme war 1640 kcal pro Tag. Wendet man die oben genannte Rechnung an und geht davon aus, dass die Energieaufnahme bei 1640 kcal über den gesamten Zeitraum von 24 Wochen aufrechterhalten wird, so hätte jeder Teilnehmer mindestens 38,3 kg alleine an Körperfett verlieren müssen zusätzlich zu Wasser und Muskelmasse. Der durchschnittliche Gewichtsverlust war jedoch weniger als die Hälfte dieses Schätzwertes – nämlich 16,7 kg.“

Bei dem angegeben Körpergewicht würden 38,3kg Fett einen Fettanteil von ca 50%, die reine Gewichtsabnahme, zu der sie noch Wasser- und Muskelabbau rechnen, würde ein Köpergewicht von 38 kg für eine Körpergröße von 1,78m bedeuten.
Sie posten in dem Artikel „Dein Körper ist kein Motor…“ Teil 2 auch noch ein Foto einer der Teilnehmer (Sam Legg) vor und während des Experiments und treffen dennoch eine solche Aussage und wollen die Auswirkungen dieser Extremsituation tatsächlich auf Menschen übertragen, die noch nicht mal in der Nähe selbst des Vorher-Bildes sind?

    Leo Tulipan says 8. Oktober 2015

    Hallo Sven!

    schön, dass du gut abgenommen hast. Gratuliere! Das ist wirklich toll. Ich selber habe „nur“ ca. 15kg abgenommen/abnehmen müssen um auf einem guten Gewicht zu landen, kann also sicherlich nicht auf den gleichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

    1) Ich finde das Brot (bzw. Weizenmehl) einfach nichts in meiner Ernährung verloren hat, auch wenn es Vollkorn und Ballaststoffreich ist.
    2) Eine Ernährungsweise in der ich Vitamine in Tablettenform brauche ist für mich keine vollständige Ernährung. Da lieber mehr frisches lokales, richtig zubereitetes Gemüse und Biofleisch.
    3) Es geht darum, dass man eben NICHT aktiv den Kalorienverbrauch beeinflussen kann. Bei extremer Kalorienrestriktion fährt der Körper den metabolismus herunter und verbraucht „einfach“ weniger. Dann funktioniert keine Rechnung mehr (siehe Starvation Experiment)
    4) Kalorienaufnahme zu zählen geht nicht genau genug, da es natürlicherweise massive unterschiede gibt. Wußten Sie z.B. das verschiedene Äpfelsorten, obwohl sie sauer schmecken, teilweise mehr Zucker haben als die süßlichen. Abweichungen von 10% sind in der Industrie erlaubt, bei Naturprodukten sind die Abweichungen höher. ob ich also 2000kcal oder 2200 (oder nur 1800) zu mir nehme läßt sich also nicht genau sagen.
    5) Ich finde das Minnesota Experiment untermauert diese Punkte. Nach Lokig hätten eben 38kg Körperfett verschwinden müssen. Das tat es aber nicht. WEIL KALORIENZÄHLEN NICHT FUNKTIONIERT.
    Der Körper kompensiert.

    Auf english gibt es den Spruch „Don’t count calories, but calories count“. Es heißt eben nicht das man nicht auf das schauen soll, was man isst, aber das Zählen der Kalorien führt eben nicht zum Ziel.
    Wenn man das Richtige isst, also etwas das einen satt macht und in den richtigen hormonellen Status (Hungerhormone) bringt, dann funktioniert das Abnehmen.
    Das Richtige ist aber für jeden anders. Ich bin recht schlank (und will gar nicht mehr abnehmen) und muss sicher anders essen, als jemand der 10 Jahre lang von McDonalds gelebt hat, und jetzt 20kg verlieren will. Mit dem Fokus auf nährstoffdichte, echte Lebensmittel fährt aber auch diese Person besser, nur dass ich mir eben mehr Butter gönnen darf.
    Mehr dazu auch in diesem tollen Video https://vimeo.com/110628041

      Sven says 8. Oktober 2015

      zu 1. Das ist Ihre Entscheidung, meine ist es nicht.

      zu 2. Meine Diät ist nun mal keine vollständige Ernährung, sondern soll unter Berücksichtigung bestimmter Parameter ein möglichst großes Defizit schaffen. Es dürfte wohl klar sein, dass meine Ernährung danach vitaminreicher sein wird.

      zu 3. Das ist falsch, denn sonst hätte meine Diät und die vieler anderer nicht funktioniert. Da ich nicht annehme, dass sie Fettlogik überwinden lesen werden, hier ein kleiner Comic dazu: 😉
      https://fettlogik.wordpress.com/2015/07/20/verstoffwechselt/

      zu 4. Dazu habe ich mich ja schon in meinem ersten Kommentar geäußert. Mit meiner berechneten Kalorienaufnahme von 1000 kcal reichen diese Abweichungen nicht aus, um mein Defizit auszugleichen, ich nehme also trotz der Abweichungen ab.

      zu 5. Das Experiment untermauert ihre Punkte eben nicht und dies habe ich auch begründet. Wo hätten denn die 38kg Fett bei einem 1,78m großen, 76kg schweren Mann kommen sollen?
      Man muss sich nur mal das Vorher-Bild von Sam Legg anschauen, was für ein KFA hatte er wohl?

      Ich behaupte nicht, dass Ihre Ernährungsweise schlecht ist, ich behaupte, die Aussage „das Zählen der Kalorien führt eben nicht zum Ziel.“ oder das Kalorienzählen nicht funktioniert ist falsch.
      Auch mit Paleolowcarb nimmt man zu, wenn man einen Überschuss zu sich nimmt. Anstatt hier unhaltbare Behauptungen aufzustellen, könnten Sie bei Diätwilligen auch mit dem besseren Sättigungsgefühl eiweißreicher Nahrung werben.

      Leo Tulipan says 8. Oktober 2015

      Ich glaube wir meinen das Selbe, drücken uns aber nur anders aus.

      Ja, zum Abnehmen muss man ein Defizit erzeugen. Aber man muss auch das richtige Hormonelle Umfeld schaffen, so wie Sie das mit der Wahl der Lebensmittel (Balaststoffreich) ja auch machen.
      Ohne dem richtigen Umfeld kann eben auch ein Defizit nicht zum Ziel führen.

      Ihre Art zu Essen ist, wie sie selber schreiben, nicht für die Dauer gedacht, sondern nur kurzfristig in einer Übergangs/Abnehm Phase. Das heißt für mich: „nicht nachhaltig“, da man mittelfristig etwas ändern muss.

      Ich weiß zuwenig über Ihre Daten um mir das Defizit auszurechnen. Je höher das kcal defizit, desto weniger fallen fehler natürlich auf. Sagen sie das einmal einer 20jähhringen Frau mit 62kg die auf 59kg abnehmen will (5%). Da wird der Fehler sich mehr auswirken.

      Es gibt viele Artikel die genau auf die bessere Sättigung einer Low Carb, High Fat, Moderate Protein (= Paleo Low Carb) Diät hinweisen. Man kann nicht alles in einem Artikel behandeln.

      Fazit: Nährstoffdichte und Lebensmittelwahl ist wichtig und ermöglicht eine natürliche unbewusste Regulation von Hunger und Sätting. Das wird bei Kalorienzählern oft übersehen. Je kleiner der prozentualle Körpergewichtsunterschied zum Zielgewicht wird, umso mehr verstärken sich die „kalorischen“ Rechenfehler.
      Es ist kein Freibrief jetzt irgendeinen Blödsinn mit 1000en Kalorien zu Essen. Ja: Auch mit Schweinebraten kann man zunehmen, selbst wenn man die Knödel weglässt.

      Stefano says 9. Oktober 2015

      Zitat „Bei extremer Kalorienrestriktion fährt der Körper den metabolismus herunter und verbraucht „einfach“ weniger. Dann funktioniert keine Rechnung mehr“
      Das halte ich physikalisch und physiologisch betrachtet für nicht haltbar und ist ein klassischer Diätmythos. Zuallererst gibt es „den“ Metabolismus bzw. „den“ Stoffwechsel gar nicht. Das ist nur ein Oberbegriff für die Gesamtheit aller Stoffwechselvorgänge, und davon gibt reichlich (Energiestoffwechsel, Hormonstoffwechsel, Anabolismus, Katabolismus usw. zum Beispiel sind weitere Oberbegriffe denen noch etliche andere Prozesse untergeordnet sind). Grad der Fettstoffwechsel wird bei Kalorienrestriktion erhöht, da der Körper die fehlende zugeführte Energie nun aus seinem eigenen Reservoir abdecken muss. Wo sollen denn überhaupt die Einsparmöglichkeiten in punkto Energiesparen liegen mal abgesehen von einem nicht weiter nennenswerten Effekt wenn die Körpertemperatur abgesenkt wird. Ab welcher Höhe der Restriktion sollen denn die Pfade der Physik verlassen werden? Im niedrigstkalorischen Bereich (0-500kcal/Tag) oder ab 1000 Kcal/Tag? Wenn der Energiebedarf/verbrauch sinken würde dann würde auch der Sauerstoffbedarf sinken denn Sauerstoff ist ein Ausgangsstoff für den Energiestoffwechsel. Nehmen wir die als Beispiel die Formel für die Glucoseverbrennung:
      C6H12O6(Glucose) + 6 O2 (Sauerstoff) —-> ATP + 6 CO2 (Kohlendioxid) + 6 H20 (Wasser)
      Das enstandene Energieteilchen ATP (Adenosintriphosphat) dient den Zellen als Energielieferant. Die Leberzelle benötigt es für ihre spezielle Funktion, die Muskelzelle ebenso, die hormonproduzierenden Zellen brauch es ebenso usw. usw. alle Zellen des Körpers brauchen Energie für die Verrichtung ihrer jeweiligen Funktionen. An der Menge und dem Verhältnis der Atemgaskomponenten kann man die Verbrennungsleistung bestimmen denn für das Verbrennen unterschiedlicher Nährstoffmengen werden natürlich andere Atemgasmengen benötigt also zum Beispiel brauch man beim Verbrennen von 3000 Kilokalorien doppelt so viel Sauerstoff wie beim Verbrennen von 1500 Kilokalorien. Es fällt natürlich auch die doppelte Menge am Stoffwechselendprodukt Kohlendioxid an.einatmen (darum atmen wir), würde bei einem Absinken des Gesamtenergieverbrauchs von zum Beispiel von durchschnittlich 2500 auf 1500 Kalorien (also drei Fünftel des Ausgangswerts) auch nur 60% des Sauerstoffs benötigt. Man bräuchte also statt ungefähr 25 000 Atemzügen pro Tag (Durchschnittsangabe), nur 15000 pro Tag denn sonst würde sich der Sauerstoff in ihrem Blut massivst anreichern. Was passiert wenn man mehr atmet als man sollte,da reichen eigentlich einige Atemzüge zuviel, sieht man am Beispiel der Hyperventilation; man kippt einfach um. So sensibel ist das System selbst bei kleinsten Abweichungen.
      Man kann also nicht mit einem beliebigen Wert X einen bestimmten Organismus versorgen,welcher bestimmte Parameter aufweist. Ein Erwachsener Mensch kann niemals den Verbrauch eines Kindes erreichen bei viel größerem Körpervolumen. Weniger Sauerstoffbedarf würde auch weniger Herzschläge bedeuten da weniger Sauerstoff transportiert werden muss. Jeder der denkt sein Körper sei in einer Art Energiesparmodus muss doch nur mal seinen Puls fühlen. In unserem 2500/1500 Kcal Beispiel wäre das ein Absinken des Pulses auf eine Mitte 30er Frequenz. Der Mensch ist ein physikalisches System wie andere physikalische Systeme auch, gebunden an die Naturgesetze. Man kann nicht ein ein Haus mit der Hälfte an Brennmaterial heizen und die gleiche Leistung erzielen nur weil das Brennholz knapp ist. Das Abnehmen an sich ist der Energiesparprozess! Weniger Körpervolumen/masse, weniger Verbrauch. DESWEGEN sinkt durch eine Diät der Grund-bzw. Leistungsumsatz, die Abnahme an sich ist der „Superenergiesparmodus“ physikalisch gesehen.

      Mag. Julia Tulipan says 10. Oktober 2015

      Hallo Stefan,

      natürlich gibt es nicht den Metabolismus, aber manchmal ist es schwer zusehr ins Detail zu gehen. In einem Blog-Artikel muss man daher manchmal vereinfachen, da das sonst für viele Leser einfach zu viel Information ist. Ich nehme deine Anmerkungen sehr ernst und werde versuchen in zukünftigen Artikeln all die angesprochenen Punkt zu behandeln. Ich muss das aber aufteilen, sonst wird das eine wissenschaftliche Abhandlung und das liest dann keiner 😉

      „Calories count, but don’t count calories“

      Ja,auch der Mensch unterliegt den Naturgesetzten, aber, um bei deinem Beispiel zu bleiben… das Haus wird nicht weiter geheizt, wenn keine Energie da ist. Da wird eingespart und zwar werden dann nicht alle Räume gleich beheizt, sondern nur die wichtigsten. Die Extremitäten werden dann oft kalt, man fröstelt leichter. Die Herzratenvariabilität nimmt ab (nicht der Herzschlag), es wird bei der Hormonproduktion eingespart. Sexualhormone werden werden eingespart, weil wenn eh nicht genügen Nahrung da ist, brauch ich mich auch nicht Fortpflanzen. Die Regulation des Energiestoffwechsels wird in erster Line über die Schilddrüse und deren Hormone gesteuert. Kalorienrestriktion beeinflusst die Schilddrüsenhormone.

      Ich habe dir hier eine Studie heraus gesucht.
      Effect of a high-protein, very-low-calorie diet on resting metabolism, thyroid hormones, and energy expenditure of obese middle-aged women.

      aus dem Abstract: all metabolic parameters increased significantly within 5 wk toward pre-diet baseline values, but RMR (kcal/h) and T3 values remained significantly below pre-study values.

      aus: http://ajcn.nutrition.org/content/45/2/391.short

      Wir sehen wieder und wieder und wieder, dass BMR und REE nach einer Phase der Kalorienrestriktion erniedrigt ist, und auch erniedrigt bleibt und das diese Abnahme in BMR nicht nur durch den Gewichtsverlust erklärbar ist.

      Natürlich nimmt auch der O2 Verbrauch ab, so misst man ja die REE und BMR überhaupt. Weniger Mitochondrien – weniger Energieverbrauch.

      Natürlich hat der Körper nur einen gewissen Anpassungsspielraum. Isst das Kaloriendefizit groß genug und wird lange genug aufrecht erhalten (Internierungslager, Kriegsgefangenschaft,…) nimmt man ab. Nur ist es nicht mein Ziel wie ein KZ Häftling auszuschauen. Darum ist der Fokus auf das Gewicht, anstatt die Körperkomposition, ein anderes große Übel.

      Die restlichen Studien liefere ich noch nach. Komme allerdings erst morgen dazu.

      Danke auf jeden Fall für deinen Input!

      lg
      Julia

      Stefano says 12. Oktober 2015

      Dein Beispiel mit der von dir erwähnten Studie fand ich gar nicht so passend da es sich niedrigstkalorischen Bereich abspielte. Das muss man unterscheiden. Nicht jede Diät spielt sich im quasi Fastenbereich ab bzw. bei hoher Kalorienrestriktion. Die Wahrscheinlichkeit eventuelle Nährstoffmängel zu erleiden wäre auch zu groß.Dass man eine Verringerung des GU nicht nur auf die Abnahme zurückführen konnte konnte ich da nicht herauslesen. Es gibt ja nun alle möglichen Formeln um diesen zu berechnen. Nimm doch mal eine Formel deiner Wahl und ändere verschiedene Parameter. Entscheidend ist auch die Körperkomposition, also das Verhältnis von Muskel- und Fettgewebe.Es ist doch zum Beispiel nachvollziehbar dass man mit zum Beispiel 80kg einen niedrigeren GU und auch Leistungsumsatz (bei identischer Aktivität) hat als in meinem Fall zum Beispiel von 100kg. Ich hab mich zum Beispiel nie im niedrigstkalorischen Bereich aufgehalten außer früher mal, als ich mal einige Tage gefastet hatte und ähnliche Effekte erlebt habe. Im Zuge meiner Abnahme von ca. 100kg auf 80kg wollte ich meine aufgenommene Energiemenge von einem täglichen Bedarf von etwas über 3000kcal pro Tag auf etwas unter 2000 regulieren (pendelte sich so zwischen 1700-1900) ein. Das entsprach etwa ungefähr einem Drittel weniger. Ob ich dachte mich mit dieser Kalorienmenge ausgewogen ernähren zu können?Na aber klar wenn man auf die Qualität der Nahrung und die Makronährstoffverteilung achtet, grad in punkto Sättigungsgefühl. Ob ich Angst hatte wie früher vor einem ominösen „Sparmodus“ welcher meine Abnahme torpedieren würde, wie ich es früher dachte? Nein! Weil mein Bruder als Physiker diese Flausen aus dem Kopf genommen hat denn die Gesetze der Thermodynamik gelten auch für unseren Körper. Dieser „Energiesparmodus“-Mythos macht schon allein deshalb keinen Sinn weil viele Menschen denken sie verbrauchen bei gleicher Aktivität und gleichen Bedingungen weniger Energie nur weil sie eventuell zu wenig gegessen haben. Das macht physikalisch keinen Sinn. Ich hab damals im Netz nach irgendwelchen wissenschaftlichen Anhaltspunkten gesucht welche diesen „Energiesparmodus“ thematisieren und erklären. Ich hab nichts gefunden außer Anekdoten, Anekdoten, Anekdoten. Das der Körper wie gesagt durch das Absenken der Körpertemperatur bissl Energie einsparen kann oder durch die veränderte Herzratenvariabilität ist doch wirklich nur ein minimaler Effekt. In Abnehmforen geistert dieser Mythos schon seit Jahren umher. Dicke Frauen und Männer deren Abnahme stockt denken sie befänden sich im „Hungerstoffwechsel“ und müssten ihrem Körper durch mehr essen irgendwas signalisieren und futtern sich dann quasi wieder hoch. Manche denken ihr Tagesbedarf sei nun der eines Kleinkindes und sie könnten niemals wieder „normal“ essen weil sie sich „ihren“ Stoffwechsel „kaputt“ gemacht haben. Menschen die sich Lowcarb ernähren nehmen ab weil sie durch das Weglassen kohlenhydratreicher Lebensmittel meistens ein unheimlich großes Defizit fahren. Würden sie dieses Defizit durch den höheren Input durch Fette und Eiweiß wieder ausgleichen würden sie kein Gramm abnehmen. Selbst in Ketose kann man theoretisch zunehmen wenn man seinen Bedarf überschreitet. Ein interessante thermodynamische Betrachtungsweise ist die Schrift einem Professor der Uni Magdeburg.(er ist kein Ernährungsberater, der trockene sachliche Ansatz ist der eines Ingenieurs). http://www.uni-magdeburg.de/isut/TV/Download/Der_Mensch_als_waermetechnisches_System.pdf

Antonio says 7. Oktober 2015

Vielen Dank für den Artikel!
Dass Kalorien zählen bei mir trotzdem funktioniert hat, bedeutet also, ich habe Superkräfte?
Vielleicht bewerbe ich mich bei den X-Men…

    Mag. Julia Tulipan says 8. Oktober 2015

    Hallo Antonio, das ist spannend, willst du uns ein bisschen mehr erzählen?

    Was isst du so, wie zählst du Kalorien, wie misst du deinen Verbrauch und wie hat dir das geholfen?

      Antonio says 10. Oktober 2015

      Hallo Julia,

      Ich esse grundsätzlich alles.

      Morgens immer 80g Müsli + 150ml Milch. (~400-500 kcal)
      Mittags meistens Salat mit Tuna oder etwas ähnlich leichtes (~400-700 kcal)
      Abends unterschiedlich, oft Brotzeit oder Reis/Nudeln (~500-700 kcal)
      Zwischendurch Kaffee oder Cola Zero, jeweils ~10-20 kcal = egal.

      Wochenende ähnlich, meist ohne Mittagessen.

      Mo-Fr. ca. 60-80 Minuten Radfahren (Arbeitsweg, laut eBalance ~500kcal, ich rechne mit ~350kcal)

      Ich plane mit maximal 2000 kcal inkl. Bewegung (nach eBalance-Rechner).
      Meine Einnahme beträgt ~1500-2000 kcal Täglich.
      Minus das Radfahren ergibt das eine Tagesmenge von ~1200-1800 kcal.

      (Manchmal lasse ich eine Mahlzeit weg wenn ich gar keinen Hunger habe)
      (Sollte ich mal eine Pizza essen komme ich dennoch nicht über 2500, womit ich das Gewicht zumindest noch halten würde)

      Da man die Kalorien und die Bewegung nicht wirklich exakt einschätzen kann, versuche ich beim essen höher und beim Sport niedriger zu zählen.

      An Tagen an denen eine Rechnung unmöglich ist, z.B. Geburtstagsessen, Meetings mit Catering usw. versuche ich dennoch das frittierte und kaloriendichte Essen wegzulassen. Ich finde wichtig, möglichst konservativ zu schätzen um so etwas ausgleichen zu können.

      2012 kam ich durch Zählen und Eintragen bereits von 106 auf 96kg, scheiterte allerdings am Setpoint (= Schokolade und Chips).

      Wieder angefangen habe ich seit dem Lesen von »Physik des Abnehmens«, »Darm mit Charme«, und »Fettlogik überwinden« im Juni. Mein Verdacht, dass viele Annahmen die ich als Ausrede benutzte falsch waren, bestätigte sich.

      Das war der Stein des Anstoßes.

      Die ersten Tage hatte ich etwas mehr Hunger und war eher schlaff drauf, was sich schnell legte. Heute klappt es sehr gut.

      Ich bin von 96 kg (am 1. Juli) auf 87,6 kg (am 9. Oktober) gekommen \o/

      Mein Ziel sind 80, mit denen ich im mittleren Normalgewicht wäre (bei 1,90m).
      Auf keinen Fall möchte ich wieder über 90kg kommen.

      Seit zwei Wochen schreibe ich nicht mehr alles auf; ich möchte sehen ob ich die restlichen 7 kg auch ohne schaffe. Jedoch zählt mein Hirn aus Gewohnheit trotzdem mit (fast wie beim Geld, bei dem man den ungefähren Kontostand stets im Hinterkopf hat).
      Sollte der Erfolg ausbleiben, muss ich wohl wieder zählen. Ich finde das Zählen nicht schlimm, Menschen mit Schulden müssen auch ihr Budget halten, obwohl es keinen Spaß macht.
      Ich finde jeder sollte mal einen Monat lang wirklich zählen. (Ausnahmslos alle mit denen ich über Kalorien im essen sprach, unterschätzten die Energie in Mahlzeiten drastisch.)

      Wichtig finde ich noch, meine Motivation zu nennen (Eine Motivation sollte man unbedingt haben; es macht die Umstellung ungemein einfacher):

      Vater und Opa sind Diabetiker Typ 2. Möchte ich mir sparen.
      Meine Tochter, welche im Januar kommt, soll mich ohne Bauch und Man-Boobs kennenlernen.
      Ich möchte ehrlich sein: Das bessere Aussehen ist ebenfalls sehr motivierend.

      Oh man, so viel Text („bisschen mehr“ :).

      Ich fasse meine Erkenntnis zusammen:

      Solange ein Körper weniger Energie bekommt als er verbraucht, nimmt er nicht zu. Sonst wäre er ein Perpetuum-Mobile.
      Um Punkt 1 muss man seine Essgewohnheiten stricken. Schafft man dies nicht, ändert das nix an dessen Gültigkeit.
      Energieverbrauch und Energieverwertung unterliegen Schwankungen, welche jedoch verhältnismäßig gering sind und durch ein großzügiges Zählen mehr als ausgeglichen werden können.
      Es muss jedem klar sein, dass die Umstellung fürs Leben ist, nicht nur für ein paar Wochen.

      Danke fürs Lesen falls ihr bis hier gekommen seid. Gute Nacht!

    Stefano says 9. Oktober 2015

    Zitat „Bei extremer Kalorienrestriktion fährt der Körper den metabolismus herunter und verbraucht „einfach“ weniger. Dann funktioniert keine Rechnung mehr“

    Das halte ich physikalisch und physiologisch betrachtet für nicht haltbar und ist ein klassischer Diätmythos. Zuallererst gibt es „den“ Metabolismus bzw. „den“ Stoffwechsel gar nicht. Das ist nur ein Oberbegriff für die Gesamtheit aller Stoffwechselvorgänge, und davon gibt reichlich (Energiestoffwechsel, Hormonstoffwechsel, Anabolismus, Katabolismus usw. zum Beispiel sind weitere Oberbegriffe denen noch etliche andere Prozesse untergeordnet sind). Grad der Fettstoffwechsel wird bei Kalorienrestriktion erhöht, da der Körper die fehlende zugeführte Energie nun aus seinem eigenen Reservoir abdecken muss. Wo sollen denn überhaupt die Einsparmöglichkeiten in punkto Energiesparen liegen mal abgesehen von einem nicht weiter nennenswerten Effekt wenn die Körpertemperatur abgesenkt wird. Ab welcher Höhe der Restriktion sollen denn die Pfade der Physik verlassen werden? Im niedrigstkalorischen Bereich (0-500kcal/Tag) oder ab 1000 Kcal/Tag? Wenn der Energiebedarf/verbrauch sinken würde dann würde auch der Sauerstoffbedarf sinken denn Sauerstoff ist ein Ausgangsstoff für den Energiestoffwechsel. Nehmen wir die als Beispiel die Formel für die Glucoseverbrennung:

    C6H12O6(Glucose) + 6 O2 (Sauerstoff) —-> ATP + 6 CO2 (Kohlendioxid) + 6 H20 (Wasser)

    Das enstandene Energieteilchen ATP (Adenosintriphosphat) dient den Zellen als Energielieferant. Die Leberzelle benötigt es für ihre spezielle Funktion, die Muskelzelle ebenso, die hormonproduzierenden Zellen brauch es ebenso usw. usw. alle Zellen des Körpers brauchen Energie für die Verrichtung ihrer jeweiligen Funktionen. An der Menge und dem Verhältnis der Atemgaskomponenten kann man die Verbrennungsleistung bestimmen denn für das Verbrennen unterschiedlicher Nährstoffmengen werden natürlich andere Atemgasmengen benötigt also zum Beispiel brauch man beim Verbrennen von 3000 Kilokalorien doppelt so viel Sauerstoff wie beim Verbrennen von 1500 Kilokalorien. Es fällt natürlich auch die doppelte Menge am Stoffwechselendprodukt Kohlendioxid an.einatmen (darum atmen wir), würde bei einem Absinken des Gesamtenergieverbrauchs von zum Beispiel von durchschnittlich 2500 auf 1500 Kalorien (also drei Fünftel des Ausgangswerts) auch nur 60% des Sauerstoffs benötigt. Man bräuchte also statt ungefähr 25 000 Atemzügen pro Tag (Durchschnittsangabe), nur 15000 pro Tag denn sonst würde sich der Sauerstoff in ihrem Blut massivst anreichern. Was passiert wenn man mehr atmet als man sollte,da reichen eigentlich einige Atemzüge zuviel, sieht man am Beispiel der Hyperventilation; man kippt einfach um. So sensibel ist das System selbst bei kleinsten Abweichungen.
    Man kann also nicht mit einem beliebigen Wert X einen bestimmten Organismus versorgen,welcher bestimmte Parameter aufweist. Ein Erwachsener Mensch kann niemals den Verbrauch eines Kindes erreichen bei viel größerem Körpervolumen. Weniger Sauerstoffbedarf würde auch weniger Herzschläge bedeuten da weniger Sauerstoff transportiert werden muss. Jeder der denkt sein Körper sei in einer Art Energiesparmodus muss doch nur mal seinen Puls fühlen. In unserem 2500/1500 Kcal Beispiel wäre das ein Absinken des Pulses auf eine Mitte 30er Frequenz. Der Mensch ist ein physikalisches System wie andere physikalische Systeme auch, gebunden an die Naturgesetze. Man kann nicht ein ein Haus mit der Hälfte an Brennmaterial heizen und die gleiche Leistung erzielen nur weil das Brennholz knapp ist. Das Abnehmen an sich ist der Energiesparprozess! Weniger Körpervolumen/masse, weniger Verbrauch. DESWEGEN sinkt durch eine Diät der Grund-bzw. Leistungsumsatz, die Abnahme an sich ist der „Superenergiesparmodus“ physikalisch gesehen.

      Stefano says 9. Oktober 2015

      Hoppla, mein Kommentar war eigentlich als eine Antwort auf Leo Tulipans letzten Text in der Antwort darüber gedacht. Hab mich da wohl verklickt.

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