„THE OBESITY CODE…UNLOCKING THE SECRETS OF WEIGHT LOSS”

(Der Code der Fettleibigkeit…Die Entschlüsselung der Geheimnisse der Gewichtsabnahme)

Autor: Dr. Jason Fung (Facharzt für Nephrologie/Nierenerkrankungen, Kanada)

Dieses Buch, welches in deutscher Übersetzung momentan noch nicht erhältlich ist, hat das Potential, alle bisher gängigen Lehren und Theorien über Fettleibigkeit, Gewichtsregulierung und Diabetes Typ 2 über den Haufen zu werfen. Es ist in allgemein verständlicher Sprache geschrieben, folgt einem roten Faden und lässt sich überaus flüssig lesen. Fungs unterhaltsame und humoristische Note sorgt immer wieder für Schmunzeln oder Lachen.

Dem Leser werden die Augen geöffnet über die verheerenden Auswirkungen offizieller Ernährungs- und Behandlungsempfehlungen. Am Ende herrscht Klarheit, basierend auf einer unwiderlegbaren Biologie mit logischer Einfachheit, über die Ursachen der über den Globus schwappenden Adipositas- und Diabetes Typ 2- Epidemie.

Die meisten Menschen haben zumindest schon einmal in ihrem Leben versucht abzunehmen und mussten dabei erfahren, dass es mit den gebetsmühlenartig gepredigten Ratschlägen von Ärzten und Ernährungsberatern, man solle einfach weniger essen und sich mehr bewegen, dauerhaft nicht funktioniert. Man unterliegt unweigerlich dem Jo-Jo-Effekt.

Zwangsläufig sucht man dann die Schuld in der eigenen Willensschwäche und mangelnden Disziplin. Mit der Lektüre dieses Buches konnte ich die Last dieser Schuldgefühle gänzlich abwerfen und weiß nun genau, dass nicht Kalorien oder Makronährstoffe darüber entscheiden, ob man Gewicht verliert, sondern was und wann wir essen und wie die hormonelle Antwort unseres Körpers darauf ist. Das war für mich nach all meinen vergeblichen Abnehmversuchen überraschend und tröstlich zugleich.

Was läuft falsch? Wie konnte es dazu kommen, dass wir mittlerweile Fettleibigkeit an unsere Kinder vererben?

Diesen Fragen geht Dr. Fung auf den Grund und es gelingt ihm von Kapitel zu Kapitel aufeinander aufbauend, die Theorie von Kalorienaufnahme vs. Kalorienverbrennung als Schlüssel zum Gewichtsmanagement zu entkräften.

Fung vertritt den Standpunkt, dass die Ursachen der Fettleibigkeit nicht in einer kalorischen, sondern in einer hormonellen Dysbalance zu suchen sind und stellt dabei das Insulin als mächtigstes Hormon zur Gewichtsregulierung in den Mittelpunkt. Basierend auf dieser Hormon-Theorie sieht Fung die Insulinresistenz als größte Ursache für die Entstehung von krankhaftem Übergewicht. Sämtliche seiner Thesen sind durch wissenschaftliche Studien an Menschen und Beobachtungen an seinen Patienten belegt. Er räumt mit Mythen und Irrtümern auf, denen sowohl Abnehmwillige als auch Ärzte und Gesundheitsbehörden mangels besseren Wissens regelmäßig unterliegen.

Doch lassen Sie mich nun meine persönlichen Erkenntnisse und Lehren aus dem Buch schildern.

 

„Übergewicht kommt von übermäßiger Kalorienzufuhr und zu wenig Bewegung.

Wer abnehmen will, muss weniger Kalorien aufnehmen als er verbraucht und sich mehr bewegen.“

Falsch! Der menschliche Stoffwechsel ist ein sich im Wesentlichen über Hormone selbst regulierendes System (Homöostase). Gängigen Ernährungslehren folgend war ich immer der Annahme, dass Kalorienaufnahme und Kalorienverbrennung unabhängig voneinander erfolgen und eine Kalorie eben eine Kalorie und das Ganze mit reiner Mathematik zu regeln sei. Dem ist nicht so, wie Fung erklärt.

Hunger und Sättigung unterliegen nicht ausschließlich unserem Willen, eine bestimmte Anzahl von Kalorien aufzunehmen oder durch Bewegung zu verbrauchen. Sie stehen unter dem modulierenden Einfluss von Hormonen.

Ebenso wenig können wir willentlich beeinflussen, wofür der Körper die aufgenommene Energie verwendet, ob z.B. zur Regulierung der Körpertemperatur, für Reparaturprozesse, Haar- und Nagelwachstum oder eben zur Fettspeicherung.

Eine Kalorie aus Olivenöl erzeugt nicht die gleiche Stoffwechsel- und Hormonreaktion wie eine Kalorie aus Zucker. Diese Erkenntnis ist das eigentliche Debakel, glaubte ich doch immer, durch den um ca. 50 % niedrigeren Energiegehalt von Kohlenhydraten gegenüber Fett davon die doppelte Menge essen zu können, umso länger satt zu sein und weniger Hunger zu haben. Die Annahme, allein durch Kalorien zählen Gewicht abnehmen zu können, ist ein großer Irrtum.

Was verursacht dann Gewichtszunahme?

Fung stellt dem Leser die provokante Frage:„Wie kann ich jeden Menschen fett machen?“ Seine Antwort: „Indem ich Insulin verschreibe!“ Mit der Verabreichung von Insulin wird zwangsläufig jeder an Gewicht zulegen, egal was er isst und egal ob er willensstark ist und Sport betreibt.

Patienten, die regelmäßig Insulin spritzen und Ärzte die es verschreiben, kennen diese bittere Wahrheit schon längst. Die Hypothese, dass Insulin ein Dickmacher ist, lässt sich also recht einfach beweisen. Absolut logisch und nachvollziehbar ist somit auch, dass ein andauernd hoher Insulinspiegel die Fettspeicher wachsen lässt und unser „Fett-Thermostat“, also das vorherbestimmte Körpergewicht (Body set weight) zu hoch eingestellt wird.

Spätestens an dieser Stelle des Buches drängt sich mir der Gedanke auf, dass es wohl mein vorherbestimmtes Schicksal ist, fettleibig zu sein. Und dass mein Körper auch nach meiner erzielten Gewichtsabnahme zwangsläufig immer wieder zu diesem Ausgangsgewicht aufgrund meiner vorherigen lebenslangen Adipositas und Insulinresistenz zurückkehren wird.

Fung erklärt das mit deutlichen Worten: Jemand, der über Jahrzehnte im Teufelskreis aus wachsender Insulinresistenz und Fettleibigkeit feststeckte (so auch ich), hat selbst bei einer Ernährungsumstellung immer noch einen hohen Insulinspiegel, der das Body set weight (das Fett-Thermostat) zu hoch eingestellt bleiben lässt.

Und somit steigt das Gewicht unausweichlich immer wieder. Je länger man fett war, umso schwerer wird es, dieses Übel auszurotten. Fettleibigkeit ist ein sich selbst vorantreibender Kreislauf, der umso schwieriger zu durchbrechen ist, je länger er bestanden hat.

Ernährungsumstellung allein ist nicht das Allheilmittel. Dieser knallharte Faustschlag in mein Gesicht deprimierte und beängstigte mich so sehr, dass ich am liebsten das Buch hinschmeißen und heulen wollte. Doch so viel vorab: Die versöhnliche Problemlösungsstrategie verrät Fung im letzten Drittel des Buches (Part Six, The Solution). Gott sei Dank habe ich weitergelesen!

Die Ursache für permanent hohe Insulinspiegel erklärt Fung mit unserem heutigen Lebensstil, der im Wesentlichen aus Dauerstress, nicht mehr ausreichenden Esspausen und dem bevorzugten Verzehr von hoch verarbeiteten stärke- und zuckerhaltigen Lebensmitteln besteht, die bequem, schnell und ständig verfügbar sind.

Allgegenwärtig und auch für mich noch stark in Erinnerung geblieben sind dabei die gepredigten Ratschläge, man solle lieber 5 – 6 kleine Mahlzeiten am Tag statt 2 – 3 Hauptmahlzeiten (wie noch zu Großmutters Zeiten) und wenn nötig, bei aufkommenden Hungergefühlen Zwischenmahlzeiten in Form von Obst, wenig Fett, und überwiegend satt machenden Kohlenhydraten zu sich nehmen.

Wie ich lerne, ist das Frühstück nicht die wichtigste Mahlzeit, welche für einen schwungvollen Start in den Tag zwangsläufig benötigt wird, sondern eine Mahlzeit des Tages. Denn jeden Morgen, noch bevor wir erwachen, wird unser Körper von einem mobilisierenden Hormoncocktail und Blutzuckeranstieg durchflutet (Dawn-Phänomen), der uns fit für den Tag macht. Ein Frühstück ist somit überflüssig.

Die Nahrungsmittelindustrie hält aber für jede Gelegenheit den passenden Snack bereit. Unser Stoffwechsel kommt kaum noch zur Ruhe und der Nachschub an Insulin reißt nicht ab und strömt mit nahezu jeder Nahrungsaufnahme ins Blut.

Sogar Eiweiß hat ähnliche Effekte auf das Insulin wie Kohlenhydrate/Zucker, auch wenn es den Blutzuckerspiegel nicht anhebt. Es ist nur eine logische Konsequenz, dass dieser übermäßige Insulinausstoß auf Dauer unsere Insulinsensitivität absenkt. Es werden immer größere Mengen an Insulin benötigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das führt zu einer Insulinresistenz und wir werden jährlich immer dicker und kränker.

Damit erklärt Fung auch die Weitergabe von Fettleibigkeit an unseren Nachwuchs schon im Mutterleib. Hohe Insulinspiegel im mütterlichen Blut übertragen sich auf den Fötus und folglich kommt der Säugling dann bei der Geburt mit erhöhtem Insulinspiegel und verminderter Insulinsensitivität auf die Welt. Damit ist der Grundstein zum Dickwerden gelegt.

Fung arbeitet sehr analytisch alle in Frage kommenden Faktoren für eine Insulinausschüttung heraus: das sind z.B zugesetzer Zucker, Weißmehlprodukte, zu viel tierisches Eiweiß, das Stresshormon Cortisol, Schlafmangel oder ständiges snacken.

Das Ergebnis ist eine sich entwickelnde Insulinresistenz, die aufgrund eines andauernd hohen Insulinspiegels entsteht, welcher wiederum die Dosis des ausgeschütteten Insulins immer weiter erhöht, was letztlich die Resistenz immer stärker werden lässt – ein Teufelskreis!

Ein extra Kapitel widmet Fung dabei den besonders gefährlichen und schädlichen Auswirkungen der heutzutage allgegenwärtigen und in Übermaßen verzehrten Fructose (Stichwort Fettleber).

Nachdem Fung zweifelsfrei herausgearbeitet hat, dass Insulin und Insulinresistenz die treibenden Faktoren für die Entwicklung von krankhaftem Übergewicht sind, werde ich langsam unruhig betreffend der Lösung dieses Problems. Von einer kohlenhydratarmen, fettreichen Ernährung mit natürlichen unverarbeiteten Lebensmitteln muss ich nicht mehr überzeugt werden, denn damit konnte ich ja mein Gewicht schon erheblich reduzieren.

Dass Sport wichtig ist und viele positive Effekte hat, jedoch kein Wundermittel zur Gewichtsabnahme ist, wird in diesem Buch auch sehr gut erklärt. Wie aber kann ich meinen Gewichtsverlust dauerhaft managen und mein persönliches Fett-Thermostat noch weiter herunterregeln? Wissend, dass meine Altlast namens Insulinresistenz immer wieder versuchen wird, dies zu boykottieren.

Ich befürchtete, das könnte ein langfristiges Projekt werden und hoffte, dass mich das Buch dafür wenigstens mit einem passablen Werkzeug wappnen würde. Ich sollte nicht enttäuscht werden – das Beste zum Schluss!

Der Fokus liegt also darauf, die Insulinproduktion zu dämpfen und den Insulinspiegel abzusenken. Doch wie soll das gehen, wenn jegliche Nahrungsaufnahme Insulin provoziert?

 

Zur Dämpfung der Insulinantwort nennt Fung zwei wesentliche Schutzfaktoren, nämlich mehr Ballaststoffe und Essig (z. B. 2 EL naturtrüben Apfelessig in 1 Glas Wasser gelöst) in der täglichen Ernährung. Ballaststoffe können Insulin stimulierende Effekte von Kohlenhydraten reduzieren. Essig kann helfen, die Menge des ausgestoßenen Insulins zu reduzieren. Da ich schon so viel Gutes über Apfelessig gehört habe, beschließe ich, ab sofort ca. 15 min vor jeder Mahlzeit 2 EL Apfelessig zu mir zu nehmen. Auch wenn das nicht besonders lecker ist und zunächst Überwindung kostet.

Einziges und zugleich effektivstes Mittel zur Absenkung des Insulinspiegels und langfristigen Bekämpfung einer Insulinresistenz ist jedoch das Fasten. Evolutionsgeschichtlich musste der Mensch schon immer mit Zeiten ohne Nahrung klarkommen. Aber heutzutage bei all dem Überfluss hungern, soll das die Lösung sein?

Als ob Fung die Aufschreie der Leser schon ahnen würde, stellt er die Unterschiede zwischen hungern und fasten klar: Hungern ist ein unfreiwilliger und unkontrollierbarer Zustand aufgrund fehlender Nahrungsmittel. Fasten hingegen bedeutet freiwilliger Verzicht auf Nahrung in einem von uns selbst bestimmten Zeitfenster. Seine äußerst detailreiche Behandlung des Themas Fasten stellt für mich den aufschlussreichsten und zugleich amüsantesten Teil des Buches dar.

Ironisch und anhand nachweislicher Argumente widerlegt Fung bekannte und propagierte Vorurteile, Ängste und Behauptungen über das Fasten. Behauptungen, die auch ich regelmäßig in meinem Bekanntenkreis höre, wenn ich über meine Fastenaktivitäten berichte.

Fung unterscheidet eindeutig zwischen Hungern, also der gängigen Lehre von der Kalorienrestriktion, die genau zu diesen nachteiligen hormonellen Anpassungseffekten führt, und zwischen sauber durchgeführtem Fasten (0 kcal), welches genau das Gegenteil bewirkt.

 

Hier nun die drei gängigsten Mythen und Fungs Gegenargumentation:

 

„Beim Fasten verliert man Muskelmasse und verbrennt Eiweiß.“

 

Fung: Muskelabbau/Eiweißverbrennung passiert nur bei einem extrem niedrigen Körperfettanteil von weniger als 4 %, worüber sich die meisten von uns nicht sorgen müssen. Der menschliche Körper ist so gebaut, um Zeiten ohne Nahrung zu überstehen. Fett ist gespeicherte Energie und Muskeln sind Funktionsmasse. Die Situation wäre in etwa damit zu vergleichen, einen großen Stapel Feuerholz zu horten, aber stattdessen das Sofa zu verfeuern – wirklich blöd! Warum glauben wir, dass der menschliche Körper so dumm ist? Unser Körper erhält die Muskelmasse so lange, bis die Fettspeicher so niedrig sind, dass er um zu überleben, keine andere Wahl hat, als Muskeln zur Energiegewinnung zu nutzen.

„Das Gehirn braucht Glukose, um zu funktionieren.“

 Fung: Falsch! Das menschliche Gehirn kann Ketone als Energiequelle nutzen.

Wäre Glukose absolut überlebensnotwendig, würden die Menschen nicht überleben, da nach 24 Stunden ohne Nahrung die Glykogenspeicher leer sind. Hätte unser Gehirn keine Alternative, würden wir alle zu „blubbernden Idioten“ verkommen, da unsere Gehirne „abschalten“ würden. Unser Intellekt, ein Vorteil gegenüber wilden Tieren, würde dann einfach verschwinden. Fett ist ein Langzeitspeicher, während Glukose/Glykogen ein schnell verfügbarer Kurzzeitspeicher ist. Wenn der Kurzzeitspeicher verbraucht ist, greift der Körper ohne Probleme auf seine Langzeitspeicher zurück. Die tatsächlich benötigte geringe Menge Glukose wird in der Leber über Glukoneogenese bereitgestellt.

„Fasten versetzt dich in den Hungermodus und fährt den Stoffwechsel/Grundumsatz herunter.“

 Fung: Wenn dem wirklich so wäre, hätte das einen großen Nachteil für das Überleben der menschlichen Spezies bedeutet. Denn wenn während einer Periode ohne Nahrung der Stoffwechsel herunterfahren würde, hätten wir weniger Energie für Jagd und Nahrungssuche. Mit verminderter Energie stünden die Erfolgschancen also schlechter. Mit jedem weiteren Tag ohne Nahrung würden wir schwächer und die Chancen auf erfolgreiche Jagd würden weiter sinken. Ein gefährlicher und nicht überlebbarer Teufelskreis – einfach dumm! Es gibt einschließlich dem Menschen keine tierische Spezies, die sich so entwickelt hätte, dass sie jeden Tag 3 Mahlzeiten brauchen würde. Dieser Mythos kommt wahrscheinlich daher, dass hungern im Sinne von Kalorienrestriktion tatsächlich zu einem verminderten Stoffwechsel führt und man deshalb annimmt, dass sich dieser Effekt bei einer Restriktion auf 0 kcal um ein Vielfaches steigern würde.

 

Anhand beeindruckender Zahlen belegt Fung die hormonellen Auswirkungen des Fastens: Fasten stimuliert die Ausschüttung von Wachstumshormonen, diese bewirken den Erhalt von Muskel- und Knochenmasse. Während einer fünftägigen Fastenperiode wird die Ausschüttung von Wachstumshormonen mehr als verdoppelt!

Nach 24 Stunden Fasten beginnt der Adrenalinspiegel zu steigen. 48 Stunden Fasten steigert die metabolische Rate um 3,6 %. Nach einer viertägigen Fastenphase ist der Grundumsatz um bis zu 14 % gestiegen. Anstatt also den Stoffwechsel zu verlangsamen, wird dieser auf Touren gebracht. Der Insulinspiegel sinkt umso mehr, je länger man fastet. Der Blutzuckerspiegel hingegen bleibt stabil.

Auch bei verlängerten Fastenperioden konnten Studien keine Mangelernährung oder Mikronährstoffdefizite nachweisen. Studien zu Alternate Day Fasting (ADF), dem periodischen Fasten über einen Zeitraum von 70 Tagen, zeigten einen Gewichtsverlust von 6 %, während der Fettanteil um 11,4 % sank. Der Anteil der Magermasse inklusive Muskeln und Knochen veränderte sich dabei nicht. Auch deutliche Verbesserungen beim LDL-Cholesterin und den Triglyceriden wurden gemessen.

 

Wieviel Beweise brauchen Skeptiker noch?

Mich jedenfalls hat Fung mit seiner zwingenden Logik restlos von der Wirksamkeit und Effizienz des Fastens überzeugt.

Im Sommer 2016 habe ich das Buch gelesen, danach stand mein Plan fest: Ich werde es ausprobieren und die am besten zu meinem Alltag passenden Varianten dann fest in mein Leben integrieren. Ich bin überzeugt, dass dies neben einer kohlenhydratarmen, fettreichen und natürlichen Ernährung die einzig logische Konsequenz für meinen Kampf gegen Insulinresistenz und Gewichtszunahme ist und ich so mit der nötigen Geduld auch noch die letzten hartnäckigen Kilos bezwingen kann.

Mittlerweile faste ich regelmäßig: einmal 2 Tage die Woche, manchmal 16:8 oder 24 bzw. 36 Stunden. Auch 7 Tage durchgehend habe ich schon problemlos überstanden. Das einzig Unangenehme ist, dass ich nach ca. 20 Stunden Fasten leicht zu frösteln beginne.

Dank meiner Erkenntnisse weiß ich aber, was dass bedeutet: meine Glykogenspeicher sind leer. Nun wird das Notstromaggregat, also der Zugriff auf die Fettreserven, eingeschaltet.

Nach einer anfänglichen Adaptionsphase habe ich heutzutage weder Hunger noch sonstige Einschränkungen. Meine Gedanken sind klarer und konzentrierter und beim Sport bin ich viel leistungsfähiger. Adrenalin für die erfolgreiche Jagd ;-).

Fungs Erkenntnisse und Argumente kann ich anhand meiner eigenen Erfahrungen nur bestätigen.

Dieses Buch ist das perfekte Handwerkszeug, um endlich erfolgreich und dauerhaft abzunehmen. Es regt den Leser zum Nach- und Umdenken an und ist für alle Ratsuchenden ein ideales Nachschlagewerk.

Im Anhang beantwortet Fung häufig gestellte Fragen zum Fasten und stellt sogar verschiedene Fastenprotokolle zur Verfügung. Ebenso findet man praktische Anleitungen sowohl zum Verhalten beim Fasten als auch zur Stressminderung und Verbesserung des Schlafes. Also eigentlich alles, was man zur Absenkung des Insulinspiegels gebrauchen kann.

Seien Sie neugierig und tasten Sie sich langsam Schritt für Schritt mit Jason Fungs Hilfe voran! Eröffnen Sie Ihrer Gesundheit ganz neue Horizonte! Es lohnt sich!

Ich wünsche mir, dass spätestens mit Erscheinen einer deutschen Ausgabe des Buches viel mehr Ärzte einen Paradigmenwechsel wagen. Mögen sie mutig Jason Fungs Beispiel der Implementierung neuer (eigentlich ganz alter) Therapiekonzepte zur Behandlung von Adipositas und Diabetes Typ 2 folgen!

 

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Kathrin Koloc

Kathrin Koloc, Dresdnerin, von Beruf Managementassistentin und Fremdsprachentalent, ist 2014 über einen äußerst glücklichen Zufall zu LCHF und der ketogenen Ernährung gekommen und hat spontan ihren Lebensstil darauf umgestellt und angefangen, von da ab auch ihre Gesundheit selbst zu managen. Damit konnte sie sich innerhalb eines reichlichen Jahres von ihrer schweren Fettleibigkeit befreien und ein neues schlankes Leben beginnen. Sie hat seit dem ihren heutigen Lebensstil zur Passion gemacht und sich tiefgründig in die Materie mit all ihren Facetten eingelesen und weitergebildet. Wissbegierig, stets auf neue Erkenntnisse bedacht und anhand ihrer eigenen Erfahrungen und Selbstversuche geht sie beharrlich ihren Weg und versucht zielstrebig auch noch die letzten Hürden und Altlasten zu bewältigen, hin zu bestmöglicher Gesundheit und Vitalität. Ihr Wissen und das Erlebte möchte sie gern weitergeben, um damit anderen Betroffenen zu helfen und sie zum Erfolg zu führen.