Mag. Julia Tulipan
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CBD – Was kann der Wirkstoff aus dem Hanf?

Cannabidiol (CBD) steht im Fokus zahlreicher klinischer Studien und auf dem Markt wimmelt es geradezu von CBD-Produkten. Ob CBD-Öl, -Kapseln, -Drinks oder -Tabletten: Der Inhaltsstoff scheint viele günstige Effekte auf den menschlichen Körper zu haben.

Was ist CBD genau?

CBD gehört wie THC zu den Cannabinoiden, den Hauptwirkstoffen der Hanfpflanze Cannabis sativa. Insgesamt sind in der Hanfpflanze über 60 Cannabinoide enthalten, doch nicht alle konnten bisher extrahiert werden. Anders als THC wirkt CBD nicht psychoaktiv. Denn THC und CBD unterscheiden sich stark in ihrer chemischen Struktur voneinander.

Mit der Entdeckung und Erforschung der Wirkungsweise von CBD wurde dieses für die moderne Medizin interessant. Laut aktueller Rechtssprechung ist beispielsweise CBD-Öl in Deutschland legal erhältlich und kann für viele Bereiche angewendet werden [1]. Sehr populär ist die Einnahme des Öls nach dem Sport für die Regeneration geworden.

Das endocannabinoide System und die Wirkungsweise von CBD

Um zu verstehen, wie vielfältig CBD wirken kann, ist vor allem das Verständnis über das endocannabinoide System (ECS) wichtig. Das endocannabinoide System ist ein Teil des animalischen Nervensystems und besteht aus zwei Rezeptoren (CB1 und CB2), sowie Enzymen und Signalmolekülen, zu denen auch CBD gehört [2]. Dockt nun CBD an diese speziellen Rezeptoren an, wie der passende Schlüssel in ein Schloss, wird das ECS in Gang gesetzt. Das aktiviert wiederum verschiedene Mechanismen, die die Wirksamkeit von CBD erklären.

Der CB1-Rezeptor ist hauptsächlich in nozizeptiven Arealen (schmerzregulierenden Bereichen) des zentralen Nervensystems (ZNS), im Rückenmark und im peripheren Nervensystem platziert. Im Lymph- und Immungewebe finden sich hingegen vorwiegend die CB2-Rezeptoren. So reguliert das ECS viele Mechanismen und hat besonders Einfluss auf:

  • die Schmerzregulierung [3]
  • die Gefühlswelt
  • das Wohlbefinden [4]
  • kleinere Entzündungsprozesse (Inflammationen) [5]
  • den Appetit

Aktiviert wird das ECS durch Endocannabinoide. Diese produziert der Körper zum Teil selber. Auf der anderen Seite gehört auch CBD aus der Hanfpflanze zu den Endocannabinoiden, die das ECS beeinflussen.

Durch die zentrale Rolle des ECS auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit kamen CBD und CBD-Präparate immer mehr in den Fokus vieler wissenschaftlicher Untersuchungen. Wie kann CBD konkret eingesetzt werden?

Besser schlafen mit CBD

Auf den Einschlafprozess wirkt CBD nicht direkt. Wir kennen das alle: Innere Unruhe, Anspannung und Angstzustände lassen uns oft nicht einschlafen. Unser Körper kann sich nicht entspannen und das hindert uns daran, richtig schlafen zu können. Hierbei erweist sich CBD als sehr hilfreich, denn laut zahlreichen Studien kann CBD angstlösend, beruhigend und entspannend wirken. Das Einnehmen von beispielsweise CBD-Öl kurz vor dem Zubettgehen wirkt auf das zentrale Nervensystem und kann den Körper zur Ruhe bringen. Biochemisch liegt diese Wirkung in einer erhöhten Aktivierung des CB1-Rezeptors im Gehirn, sowie in der Wechselwirkung mit einem anderen Rezeptor, nämlich 5-HT1A [6]. Dieser ist für die Angstregulierung verantwortlich, sowie für Stress- und Anspannungszustände.

 

CBD im Sport: So unterstützt es die Regeneration

Jede intensive Trainingseinheit im Sport führt zu kleineren Entzündungsprozessen und Verletzungen der Muskelfasern. Das ist ein natürlicher Prozess und führt langfristig zur Leistungssteigerung. CBD supportet den Heilungsprozess durch seine anti-inflammatorische Wirkung und führt letztendlich dazu, dass man schneller wieder mit dem Training loslegen kann [7]. Zusätzlich ist CBD am Schmerzempfinden beteiligt. Erleidest du durch Sport eine Verletzung, kann CBD zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Denn ganz viele CB1- und CB2-Rezeptoren sitzen in nozizeptiven Arealen (schmerzregulierenden Bereichen) des zentralen Nervensystems [3]. Bei Schmerz werden sie vermehrt aktiviert und tragen zur Linderung bei. Im Bezug darauf hat CBD noch einen Vorteil: Es fällt für professionelle Sportler nicht unter Doping, denn im Jahr 2017 wurde es von der WADA (World Anti Doping Agency) von der Liste unzulässiger Substanzen gestrichen [8].

Durch die schmerzlindernden Effekte von CBD wird dieses auch in der Medizin häufig eingesetzt. Obwohl es bereits viele Untersuchungen dazu gibt, erhofft sich die Forschung noch weitere Anwendungsbereiche von CBD. Dabei ist jeder Körper verschieden, weshalb die Anwendung zur Schmerzlinderung vorab mit dem Arzt besprochen werden sollte.

CBD-Verabreichungsformen

CBD ist mittlerweile in verschiedenen Verabreichungsformen erhältlich. Dazu zählen Öl, Kapseln, Tabletten, Kristalle und viele mehr. Eine sehr gute Aufnahme durch den Körper bieten CBD-Tropfen. Diese sind in Öl gelöst und können bei Bedarf auf oder unter die Zunge gegeben werden. Dadurch wird CBD bereits im Mund durch die Schleimhäute aufgenommen und kann seine Wirkung effizienter entfalten. Es gibt laut Studienlage keine einheitliche Dosierungsempfehlung. Entscheidest du dich für ein CBD-Öl, solltest du erstmal mit einer kleinen Menge starten. Nach einigen Tagen kann man die Menge steigern, bis der gewünschte Effekt erzielt ist. Denn die Menge ist ganz abhängig vom Körpergewicht, dem Stoffwechsel und dem Bereich, den du optimieren möchtest. Ist der gewünschte Effekt erreicht, braucht man die Dosis nicht mehr zu erhöhen. CBD-Öl eignet sich dafür besonders gut, da du durch die Pipette sehr präzise und individuell dosieren kannst. Einfach mal selbst ausprobieren.

Für eine noch bessere Regeneration hat BRAINEFFECT ein CBD-Öl mit einer innovativen Wirkstoffkombination entwickelt. Denn zusätzlich zu CBD findest du in dem Öl Vitamin E, Astaxanthin und Kurkuma. Vitamin E gibt dir genau das, was deine Muskeln nach dem Sport oder in stressigen Zeiten brauchen: ein Schutzschild für deine Zellen. Astaxanthin und Kurkuma sind natürliche Antioxidantien, die deine Zellen zusätzlich supporten. Ob du nun besser einschlafen möchtest oder nach intensivem Training schneller zurück in Topform kehren willst: CBD unterstützt deine Regeneration.

Fazit

Es boomt nur so vor CBD-Präparaten. Denn das Cannabidiol aus der Hanfpflanze wirkt nicht psychoaktiv und weist viele positive Effekte auf den Körper auf. Denn seine vielfältige Wirksamkeit liegt in der Funktion des endocannabinoiden Systems (ECS) begründet. Nicht umsonst gilt es bereits als Geheimwaffe vieler Spitzensportler und all derjenigen, die sich selbst optimieren wollen.

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[1] Expert Committee on Drug Dependence. WHO (2018) CANNABIDIOL (CBD) – Critical Review Report. [https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/CannabidiolCriticalReview.pdf]

 

[2] Lu H.-C, Mackie K (2015) Indiana University, Bloomington, USA. Biological Psychiatry. An introduction to the endogenous cannabinoid system. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4789136/]

 

[3] Guindon J, Hohmann A. G (2010) University of Georgia, USA. CNS & Neurological Disorders – Drug Targets. The Endocannabinoid System and Pain. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2834283/]

 

[4] Hill M. N, Patel S (2010) The Rockefeller University, New York, USA. Journal of Neuroscience. Functional Interactions between Stress and the Endocannabinoid System: From Synaptic Signalling to Behavioral Output. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3073528/]

 

[5] Oláh A, Tóth BI, Borbíró I, Sugawara K, Szöllõsi AG, Czifra G, Pál B, Ambrus L, Kloepper J, Camera E, Ludovici M, Picardo M, Voets T, Zouboulis CC, Paus R, Bíró T (2014) University of Debrecen. Hungary. Journal of Clinical Investigation. Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25061872]

 

[6] Blessing E. M, Steenkamp M. M, Manzanares J, Marmar C. R (2015) New York University School of Medicine, New York, USA. Neurotherapeutics. Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4604171/]

 

[7] [3] Couch DG, Tasker C, Theophilidou E, Lund JN, O’Sullivan SE (2017). University of Nottingham, UK. Clin Sci (Lond). Cannabidiol and palmitoylethanolamide are anti-inflammatory in the acutely inflamed human colon. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28954820]

 

[8] WADA (2018) [https://www.wada-ama.org/en/content/what-is-prohibited/prohibited-in-competition/cannabinoids]

 

 

 

Über den Autor Mag. Julia Tulipan

Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.) und schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft.

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