Sind Low-Carb Diäten wirklich lebensgefährlich? – Gastartikel von Dr. Nicolai Worm

Sind Low-Carb Diäten wirklich lebensgefährlich? – Gastartikel von Dr. Nicolai Worm

In den letzten Wochen überschlugen sich Medienberichte und Kommentare mit dem Tenor, eine neue Studie hätte bewiesen, Low-Carb Diät sei gefährlich und würde das Leben verkürzen. Was in diesen Berichten keine Erwähnung fand: Es wurde in dieser Studie gar keine Diät „getestet“ und erst recht nicht die Folgen der Einhaltung einer definierten „Low-Carb“ Diät, wie sie heute von Millionen Menschen auf der Welt erfolgreich zur Therapie von Adipositas, Prädiabetes oder manifestem Diabetes eingesetzt wird. Bei der in Lancet Public Health veröffentlichten Studie (1) handelt es sich lediglich um eine Langzeitbeobachtung von unbeeinflusst lebenden Menschen, bei der man statistische Beziehungen (Korrelationen bzw. Assoziationen) zwischen Daten der Ernährungserhebung und der Sterblichkeit gebildet hat. Solche Korrelationen in epidemiologischen Studien sind aber bekanntlich sehr fehleranfällig und niemals als Belege für ursächliche Zusammenhänge zu werten.

Nährstoffdichte im Vergleich – so Abwechslungsreich ist Low-Carb

Nährstoffdichte im Vergleich – so Abwechslungsreich ist Low-Carb

Zu aller erst muss man natürlich festhalten, dass es DIE Low-Carb Ernährung nicht gibt und wie so oft, liegt es natürlich am Individuum die Ernährung abwechslungsreich zu gestallten. Doch abgesehen davon, möchte ich zeigen, dass eine richtig formulierte Low-Carb Ernährung nicht nur reich an probiotischen Ballaststoffen ist, sondern auch die DGE-Ernährung an Nährstoffen und Vitaminen weit übersteigt.