Mag. Julia Tulipan
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Warum Präsident Eisenhowers Tod Schuld an deiner Zuckersucht ist

Gastbeitrag von Romina Scalco

Allein bei Nestlé arbeiten 700 Doktoren daran, Lebensmittel für uns so zu konstruieren, dass wir danach süchtig werden.

Sie erforschen unser Gehirn und unser Suchtverhalten aufs Genauste, weil sie davon profitieren können.

Dadurch erreichen sie nämlich, dass wenn wir ihr Produkt konsumieren, wir immer mehr davon wollen. Nicht nur das; sie schaffen es auch, dass wir nicht nur einfach ein Stück Schokolade oder eine Hand voll Chips essen, sondern glatt die ganze Packung verdrücken. Das ist ihr Job – und den machen sie verdammt gut.

Was hat Zucker mit unkontrolliertem Essen zu tun?

Eine der grössten Stellschrauben im Repertoire der Lebensmitteltechnologen, um uns von ihren Produkten abhängig zu machen, ist dabei der Zucker. In neusten Studien wurde ersichtlich, dass Zucker ein grösseres Suchtpotenzial aufweist als Kokain oder andere harte Drogen.

Doch warum befindet sich eine solche Menge an Zucker in unseren Lebensmitteln? Weil der amerikanische Präsident Eisenhower 1965 einen Herzinfarkt erlitt und 1969 schliesslich an Herzversagen starb.

Bald darauf begann nämlich die Debatte um die Ursache für seinen Herzinfarkt und es bildeten sich zwei Lager: Eines gab dem Fett die Schuld, das anderem dem Zucker.

Das „Fettlager“ umgab sich mit der Beobachtungsstudie von Ancel Keys, der in den 1950er-Jahren die Sieben-Länder-Studie leitete. Dort vermutete er einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von gesättigten Fetten, erhöhten Cholesterin und Herz-Arterien-Erkrankungen. Seine Hypothese stützte er, indem er Daten aus 22 Ländern untersuchte, in denen die Ernährung und die Lebensweise mit den dort verbreiteten (oder eben nicht verbreiteten) Herzkrankheiten verglichen wurden.

Bei nur sieben Ländern fand er Daten, die seine Hypothese stützten. Andere Länder, die genau das Gegenteil belegten (z.B. Holland und Norwegen, wo man viel Fett ass, aber kaum Herzkrankheiten auftraten, oder aber Länder wie Chile, wo man wenig gesättigte Fette ass, aber Herzerkrankungen häufig waren) wurden galant ignoriert.

Das „Zuckerlager“ um den renommierten Wissenschaftler John Yudkin, der in einem Experiment mit Ratten belegen konnte, dass eine Fütterung der Tiere mit Zucker zu einer starken Gewichtszunahme führte und somit Zucker für Herzerkrankungen verantwortlich machte, wurde lauthals denunziert.

Das hatte zur Folge, dass man in Amerika endlich den Sündenbock gefunden hatte: Gesättigte Fette.

Übrigens, die „Sugar Association“ gewann 1976 den „Silver Anvil Award“ (das sind die Oscars der PR-Welt) für „Exzellenz in der Formung der öffentlichen Meinung“. Sie schafften es, die öffentliche Meinung wie auch Politiker dazu zu verleiten, Zucker als völlig harmlos wahrzunehmen.

Hier ein Beispiel, wie man mit Werbung Zucker als wichtig und sogar essentiell für die Menschen bewarb:

Quellenhinweis: Flickr Creative Commons Image via SenseiAlan

Quellenhinweis: Flickr Creative Commons Image via SenseiAlan

 

Die Anti-Fett-Pro-Zucker-Bewegung

1977 veröffentlichte ein amerikanisches Kommittee die neuen Ernährungsziele für Amerika, mit dem Ziel, Herzerkrankungen den Kampf anzusagen. Die Empfehlungen lauteten wie folgt:

  • weniger Fett-Konsum
  • Wechsel von tierischen zu pflanzlichen Fetten
  • weniger Cholesterin – max. 1 Ei pro Tag
  • weniger raffinierter und verarbeiteter Zucker
  • mehr komplexe Kohlenhydrahte aus Gemüse, Früchten und Getreide

Also eine Low Fat, High Carb-Ernährungsweise.

Diese Empfehlungen wurden vom Landwirtschaftsamt ausgewählt und basierten auf Untersuchungen von eigenen bezahlten Wissenschaftlern (mehr muss man dazu nicht sagen, oder?). Die Empfehlungen wurden von John Yudkin und der amerikanischen Ärztekammer stark kritisiert – jedoch ohne Erfolg.

Die Lebensmittelindustrie machte sich sofort auf, um die Fette in den Lebensmitteln zu reduzieren, was sich allerdings negativ auf den Geschmack auswirkte. Der billigste und von den Menschen am zweit-liebsten gemochte Ersatz für Fett war: Zucker.

Die jahrzehntelange Ernährungslüge und deren Folgen

Deswegen wird seit den 1970er-Jahren eine fettarme Ernährung propagiert und deswegen findet sich immer weniger Fett, dafür umso mehr Zucker in unseren Lebensmitteln.

Blöd ist nur, dass Zucker mittlerweile in fast 80% der industriell hergestellten Lebensmittel enthalten ist – so auch in Wurst, Fertigsaucen, Fruchtsäften, Lightprodukten und und und. Zucker kann man also fast nicht mehr aus dem Weg gehen.

In der Schweiz wurde im Jahr 2013 im Schnitt etwas mehr als 45 Kilo Zucker konsumiert – pro Person. In. einem. Jahr.

Das entspricht 120g Zucker pro Tag – oder in Zuckerwürfeln gesprochen: 30 Stück Schweizer Zuckerwürfel (à 4g) oder 40 Deutsche Zuckerwürfel (à 3g).

Quellenhinweis: Flickr Creative Commons Image via CHRISTOPHER DOMBRES

Quellenhinweis: Flickr Creative Commons Image via CHRISTOPHER DOMBRES

 

Diese Menge ist immens!

Und trotzdem leider normal und ziemlich im weltweiten Durchschnitt. Kennst du vielleicht schon „That Sugar Book“ (der Film kommt am 29.10.2015 in Deutschland in die Kinos)? Genau diese Menge an Zucker hat sich Damon Gameau in seinem Experiment während 60 Tagen nach dreijährigem Verzicht angetan und seine Erlebnisse festgehalten.

Das Ergebnis: Innert drei Wochen hat er nur vermeintlich „gesunde“ Lebensmittel konsumiert und auf klassische Süssigkeiten vollkommen verzichtet. Trotzdem hat er innert drei Wochen Anzeichen einer Fettleber entwickelt.

Was denkst du, passiert, wenn wir diese Menge, die ja dem völligen Durchschnitt entspricht… nicht nur sechzig Tage lang, sondern Jahre oder Jahrzehnte unserem Körper antun?

Die Folgen sind klar: Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten, Alzheimer, Demenz und und und. Allesamt sind sie in zügigem Tempo auf dem Vormarsch. Hier findest du weitere Informationen darüber, was Zucker in deinem Körper so alles anstellen kann.

Viel Zucker ist schlecht – aber warum macht das süchtig?

Also, wir wissen jetzt, wie es zur Anti-Fett-Pro-Zucker-Bewegung gekommen ist. Wir wissen auch, dass zuviel Zucker extrem schlecht für unsere Gesundheit ist. Die Frage ist aber: Wenn wir all das wissen – warum können wir nicht damit aufhören, so viel Zucker zu essen?

Der Schlüssel dazu liegt im Belohnungsbereich unseres Gehirns. Essen ist ein natürlicher, positiver Schlüsselreiz und sorgt für die Ausschüttung von Dopamin. Dadurch kommen Glücksgefühle in uns hoch, die uns dazu verleiten, das lebenswichtige Verhalten zu wiederholen. Das Dopamin sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen, weil wir eine Belohnung erwarten.

Unser Hirn signalisiert uns also: „Oh, aufgepasst, jetzt kommt eine Belohnung!“. Unsere gesamte Aufmerksamkeit gilt dann einzig und allein dem Zucker.

Wissenschaftler des „Oregon Research Institute“ fanden in einer Studie heraus, dass das so genannte DRD2-Gen, welches auch für das Suchtrisiko beim Alkoholgenuss verantwortlich ist, ebenso eine zentrale Rolle beim Konsum von Zucker einnimmt. Es bestimmt die Intensität des wahregnommenen Glücksgefühls, bewirkt den Heißhunger auf Süßes und fördert Zuckersucht.

Zucker verändert unser Gehirn

In einem Experiment mit Ratten fanden Forscher heraus, dass kokainabhängige Tiere sofort auf Zuckerwasser wechselten, sobald sie die Gelegenheit hatten, und niemals zum Kokain zurückkehrten. Sie hörten auch nicht auf, Zucker zu essen, obwohl sie dafür bestraft oder aufgrund des Konsums krank wurden. [01]Intense Sweetness Surpasses Cocaine Reward
Magalie Lenoir , Fuschia Serre , Lauriane Cantin, Serge H. Ahmed

Published: August 1, 2007 DOI: 10.1371/journal.pone.0000698

Nachdem sie wochenlang mit Zucker gefüttert wurden, setzte man den Ratten wieder ausschliesslich normales Futter vor und sie zeigten deutliche Entzugserscheinungen wie Zittern, Angstzustände und gestörtes Verhalten.

Ratten sind zwar keine Menschen, aber die Wissenschaftler gehen sehr stark davon aus, dass diese Ergebnisse ziemlich genau auf uns Menschen übertragbar sind.

Forschungen mit fMRT-Untersuchungen (funktionelle Magnetresonanztomographie) haben nämlich gezeigt, dass viele Jugendliche, die an Zuckersucht leiden, weniger Dopamin-Rezeptoren haben als ihre schlanken Altersgenossen.

Zudem ist ihr Belohnungsbereich im Gehirn weniger ausgeprägt, sodass sie größere Mengen an Zucker zu sich nehmen müssen, um die gleiche Glücks-Wirkung zu erzielen.

Das lässt vermuten, dass stetiger Zuckerkonsum unser Hirn insofern verändert, dass unser Belohnungs- und Verhaltenszentrum völlig manipuliert und dadurch komplett auf Zucker ausgerichtet wird.

Das Gehirn entwickelt ein Verlangen nach Zucker.

Das wiederum sorgt dafür, dass wir immer mehr davon haben wollen. Dieser Wunsch wird so gross, dass wenn wir essen, wir kein Sättigungsgefühl mehr wahrnehmen können, sondern hemmungslos in uns hineinstopfen, was das Zeug hält.

Dieses Verlangen sorgt auch dafür, dass wir ständig daran denken müssen – wie Junkies.

Warum ist Zucker so wichtig für uns?

Dass wir so stark auf Zucker reagieren, kommt noch aus der Zeit, als wir Höhlenmenschen waren. Dort waren nämlich süsse Lebensmittel äusserst selten und dafür reich an Energie, Vitaminen und anderen wichtigen Nährstoffen. Ausserdem wussten wir, wenn ein Lebensmittel süss ist, ist es nicht giftig.

Es war ein absolutes Luxusgut.

So kommt es auch, dass wir Süsses auf der gesamten Zunge wahrnehmen können, nicht wie Saures, Salziges oder Bitteres.

Zucker ist demzufolge für unser Gehirn etwas ganz Besonderes. Daher reagiert es auch so extrem auf Süsses und unser Belohnungs- und Verhaltenszetrum leuchtet für einen kurzen Augenblick lichterloh auf in unserem Oberstübchen, wenn wir Zucker konsumieren.

Dieser Zucker-Kick, dieses Hochgefühl, währt jedoch nicht lange. Konsumieren wir regelmässig Zucker, gewöhnt sich unser Gehirn aber an diesen Kick (wie bei einer Droge) und verlangt dann immer öfter immer mehr Zucker, um sich diesen Kick weiterhin zu verschaffen.

Macht Zucker süchtig? Ein Video aus der Sendung „[w] wie Wissen“:

Auch unsere Erziehung und Gesellschaft trägt zur Sucht bei

Dass Zucker für uns so wichtig ist, ist aber nicht nur Schuld unserer Biochemie, sondern auch durch unsere Gesellschaft und unsere Bräuche fest in unserem Leben verankert. Denn meist verbinden wir süsse Lebensmittel mit schönen Erinnerungen, Trost und vor allem eins: Liebe.

Wir haben uns selbst auf Zucker konditioniert, weil wir immer dann, wenn wir traurig waren, uns mit Süssigkeiten getröstet haben (oder getröstet wurden) und dasselbe gilt auch, wenn es etwas zu feiern gibt: Geburtstage, Hochzeiten, Feste…

Überall wird Süsses serviert und ganz besonders zelebriert. Denkt doch nur mal an den Geburtstagskuchen!

birthday-cake

 

Doch genau diese Mischung zwischen unserer körperlichen Anfälligkeit und unserer gesellschaftlichen Konventionen legt den perfekten Grundstein für eine Zuckersucht.

Denn berührt etwas Süsses unsere Zunge, leuchtet unser Belohnungszentrum im Hirn hell auf und es werden die gleichen Botenstoffe ausgeschüttet wie wenn wir Liebe empfinden.

Kein Wunder, greifen wir also nach einem Streit oder nach einer Trennung zu Eiscreme und Schokolade – denn Süsses und Zuckerhaltiges ist unser Liebesersatz und unser Trostpflaster.

Zuckerentzug: Wie stelle ich das an?

Verzichten wir auf Zucker, haben wir nicht nur Entzugserscheinungen, sondern empfinden zum Teil sogar richtigen Liebeskummer und Trauer, als hätten wir uns von einer lieben Person getrennt.

Das macht den Zuckerentzug besonders schwierig.

Diese Mühe lohnt sich aber: Viele sind nach dem Zuckerentzug nicht nur gesünder, sondern auch emotional stabiler, ausgeglichener, wacher, mehr „da“, im Hier und Jetzt, körperlich und geistig leistungsfähiger.

Am besten ist, du fängst an, sofort auf Zucker zu verzichten. Doch mach dich auf einige Umstellungsbeschwerden gefasst: Diese sind zwar lästig, aber völlig normal.

Das Schlimmste solltest du nach einer Woche überstanden haben.

Mit diesen Tipps fällt es dir bestimmt leichter:

  • Halte deinen Blutzuckerspiegel konstant. Das machst du, in dem du Eiweiss und gesunde Fette in deine Ernährung einbaust und die Kohlenhydrate reduzierst. Ausserdem kannst du dich mit dem Eiweiss, viel Gemüse und gutem Fett so richtig satt essen.
  • Vermeide süsse Produkte und Süssstoffe aller Art. Für mindestens zwei, besser aber für vier Wochen solltest du komplett auf alles Süsse verzichten. Dazu gehört Obst, Honig, Süssgetränke mit Süssstoff gesüsst, Süssstoff allgemein.
  • Entzuckere dein Zuhause. Am besten kaufst du gar nichts Süsses mehr und machst dein Zuhause gleich zu Beginn deines Entzugs zuckerfrei.
  • Schlafe 7 – 8 Stunden jede Nacht. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass du mehr isst und stärkere Gelüste hast, wenn du zu wenig schläfst. Deshalb hau dich beizeiten ins Bett und schlaf dich ordentlich aus.
  • Vermeide Stress. Bei Stress neigen wir schnell dazu, in alte Verhaltensmuster zu fallen und alle guten Vorsätze über Bord zu werfen.
  • Treibe Sport, der dir Spass macht. Nach dem Sport schüttet dein Körper Endorphine aus. Das kannst du gut gebrauchen, weil dir der regelmässige positive Kick mangels Zucker völlig fehlen wird. Treibe Sport und baue viele Unternehmungen in deinen Alltag ein, die dir Spass machen!

Weitere interessante Artikel und Quellen:

Sugar Addiction: Is It Real?

Sugar can be addictive, Princeton scientist says

Decoding sugar addiction

Wie Zucker in unserem Körper funktioniert

Was sind deine Erfahrungen mit Zucker? Hast du schon mal einen Entzug gemacht? Wenn ja, wie? Schreib uns einen Kommentar mit deiner Geschichte!

Und für all diejenigen, die den Zuckerentzug noch vor sich haben: Viel Erfolg beim Entzug und „Beat the Sweet“! 🙂


 

Update 24.09 @machtwebseiten: Link mit Ratten/Kokainstudie ergänzt

 

Referenzen   [ + ]

Über den Autor Romina Scalco

Romina Scalco hat nach unzähligen fehlgeschlagenen Diäten und gesundheitlichen Problemen mit Low Carb die Lösung für sich gefunden. Endlich hat sie es geschafft abzunehmen und ihr Gewicht ohne Probleme zu halten. Seit 2013 schreibt sie auf ihrem Low Carb Blog Schweiz über die Tricks & Kniffe der Low Carb Ernährung und wie Du diese dank leckeren Rezepten selbst in Deinem Alltag umsetzen kannst. Ihr Motto: Es gibt nicht DIE Ernährungsform für alle. Finde Deinen persönlichen Weg.

Carmen says 25. September 2015

Hallo Romina

Sehr spannender Artikel! Ich lese deinen Blog regelmässig und bin vor Kurzem auf Low Carb umgestiegen. Sobald ich die Umstellung komplett in meiem Lifestyle verinnerlicht habe, wäre ein gesunder und mässiger Umgang mit Süssigkeiten (ich liebe Schoggi) jedoch das Hauptziel. Ich denke das Eine sollte mir beim Anderen hilfreich sein.

Ich freue mich weiter von dir zu lesen und wünsche dir alles Gute

Carmen

    Romina Scalco says 25. September 2015

    Hallo Carmen!

    Das freut mich sehr und ich hoffe, du kannst bald Low Carb fest in deinen Alltag integrieren 🙂 Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber bestätigen, dass dann der Heisshunger aus Süsses deutlich abnimmt (zumindest war es bei mir so) – sobald du die Umstellungsbeschwerden hinter dir hast.

    Hier noch ein Tipp für dich, sobald du dich wieder an Süsses herantraust: Versuch, auf möglichst gesunde Alternativen zurückzugreifen und achte genau auf die Reaktion deines Körpers. Auf einige Lebensmittel wirst du stärker reagieren, auf andere weniger. Wenn du darauf achtest, kannst du genau austüfteln, was für dich drin liegt, und was eher weniger (z.B. mit Appetit, Heisshunger in den darauffolgenden Tagen etc.) 🙂

    Ich drück dir die Daumen und stehe dir mit Rat & Tat zur Seite, falls du irgendwo Hilfe brauchst!

    Alles Liebe,
    Romina

martinxy says 24. September 2015

Sehr gut, Daumen hoch 🙂 das Experiment mit den Ratten, die direkt von Kokain auf Zuckerwasser wechseln, ist immer wieder gruselig. Hättest du dafür einen direkten Link?
Gruß Martin

    Leo Tulipan says 24. September 2015

    Bitte sehr, Martin:

    Intense Sweetness Surpasses Cocaine Reward
    Magalie Lenoir , Fuschia Serre , Lauriane Cantin, Serge H. Ahmed

    Published: August 1, 2007 DOI: 10.1371/journal.pone.0000698

    http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0000698

Beatrix Willius says 22. September 2015

Schöner Artikel. Warst Du schon mal so richtig süchtig? So wirklich richtig? Die Zuckersucht habe ich nicht nach einer Woche überstanden gehabt. Das hat fast ein Jahr gedauert. Die ganzen Ratschläge bringen nicht nach einer Nacht mit wenig Schlaf und dem Süßkram-Automaten direkt um die Ecke. Mittlerweile geht es besser, aber das war harte Arbeit.

Und L-Thyrosin hat auch gut geholfen. Aber ein Stück Schoki zum Mittagessen (85%) muß schon sein 🙂

Dein Blog werde ich mir mal ansehen.

    Romina Scalco says 22. September 2015

    Hallo Beatrix!

    Ich würde sagen, ich war süchtig und bin es noch immer. Denn jedes Mal, wenn ich viele Kohlenhydrate oder etwas zuckerhaltiges esse, dann habe ich jedes Mal aufs Neue wieder Entzugserscheinungen. Ausserdem kämpfe ich in Stresssituationen immer wieder gegen alte Verhaltensmuster und mein Körper verlangt dann nach Zucker. Aber mit der Zeit entwickelt man so seine Taktiken, nicht wahr?

    Solange du deine tägliche Schoki geniessen kannst und dich das nicht aus der Bahn wirft, ist das natürlich schön 🙂 . So muss aber jeder auf seinen Körper hören und für den für sich richtigen Weg finden 🙂

    Alles Liebe,
    Romina

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